Lecci

  • Posted on: 5 June 2017
  • By: lenel

05.06.2017 Lecci
Ein kühler, bedeckter Tag. Es droht Regen. Ich fahre nach Porto Vecchio, um im „Super U“ Supermarkt einzukaufen. Lediglich etwas für Sandwiches und für das Abendessen. Auf dem Rückweg fahre ich nach Araghiju, wo ich einem Weg zu den „Sites Mégalithiques“ folge. Ich folge einem ausgewaschenen, felsigen Pfad. Auf der Hälfte des Weges sind zwei (deutsche) Velofahrer, die ihre Velos hierin getragen haben, wohl immer in der Hoffnung, der Weg würde einmal fahrbar. Schliesslich gelange ich zur Ruine einer steinzeitlichen Festung (ca. 2000 v. Chr.), die hoch auf dem Berg thront. Es erinnert etwas an Great Zimbabwe. Ich fahre zurück zur Residence Luna, lade die Lebensmittel ab, packe sicherheitshalber das gesamte Regenzeug ein und fahre weiter nach Conca. Das Dorf ist winzig, gibt nicht viel her. So folge ich der Strasse nach Favone. Es beginnt nun zu regnen. Als ich ein Koppie (unglücklicherweise steht dort ein Strommast) mit einer guten Aussicht sehe, fahre ich auf einer unglaublich steilen Naturstrasse dorthin. Ich esse mein Mittagessen, während es nieselt. Was ich nicht bedacht habe: Es ist fast nicht mehr möglich auf der extrem steilen, sandigen, rutschigen Naturstrasse zurück zu fahren. Der Scooter rutscht selbst dann noch auf dem losen Sand, wenn alle Bremsen voll gezogen sind. Zu Fuss und im Zickzack schaffe ich es, den Scooter schadlos wieder nach unten zu bringen. Bei der Weiterfahrt fallen mir die „Sandfallen“ auf, die überall auf der Strasse liegen: Loser Sand der vom Regen auf die Strasse gespült wurde und nun fünf bis zehn Zentimeter dick liegt. Eine übersehe ich und fahre hinein. Fast wäre ich gestürzt, der Scooter ist bereits in bedenklicher Schräglage, als ich ihn wieder geradestellen kann. Im Sand drin kann nämlich weder lenken noch sonstwie kontrollieren, das Motorrad macht gerade, was es will. Endlich gelange ich nach Favone, wo ich wegen dem stärker werdenden Regen wieder Richtung Lecci fahre. In Fautea halte ich an, weil ich den Genuesischen Turm besichtigen möchte. Ich wandere auf der Landzunge dorthin, doch der Turm ist geschlossen, wohl schon seit sehr langem. Nachdem der Regen stetig zunimmt, fahre ich zurück in die Residence Luna, wo ich den Rest des Nachmittags verschlafe.