Bastia-Corte

  • Posted on: 17 June 2017
  • By: lenel

17.06.2017 Bastia-Corte Am Morgen gehe ich noch rasch im neben dem Hotel gelegenen E. Leclerc Supermarkt einkaufen, da ich nicht weiss, ob es in Corte grosse Supermärkte gibt. Dann fahre ich nur ein paar Kilometer zum Ecomusée du fortin de l'etang de Biguglia. In voller Töffmontur laufe ich trotz der Hitze den Naturlehrpfad bis zum Museum. Das Fort befindet sich auf einer Insel im Haff, die mit einem Steg mit dem Land verbunden ist. Das im alten Fort gelegene kleine Museum besuche ich; es ist sehr klein und hat die Entstehung, Fauna und Flora und die Geschichte des Haffs zum Thema. Lange plaudere ich mit dem Personal des Museums. Zurück beim Töff wechsle ich in die leichtere Kleidung. Ich fahre zum mir empfohlenen Wanderweg auf der anderen Seite des Etangs. Diesen wandere ich in voller Länge, zirka ein Kilometer, ab. Es hat viele Eidechsen, die fast dreimal so gross wie die in den Bergen sind. Wohl das gute Futter. Nun fahre ich weiter und halte wieder bei der Site archeologique de Mariana. Neben der Basilika aus dem 12. Jahrhundert hat man bei Ausgrabungen Reste einer römischen Siedlung gefunden. Ein riesiges Museum ist im Bau. Ständig starten und landen Flugzeuge im gerade dahinterliegenden Flughafen von Bastia. Als ich die Strasse nach Olmu suche, gerate ich erst auf die Autobahn in der verkehrten Richtung und muss bis zur – glücklicherweise nur einen oder zwei Kilometer entfernten – Ausfahrt fahren, um wenden zu können. Eigentlich wollte ich nur über die Autobahn nach Lucciana. Dort finde ich dann die Strasse nach Olmu (L’Olmo). Ich fahre bis zu diesem hübschen Dörfchen und noch ein wenig weiter nach Monte, als ich das Navi konsultiere und merke, dass ich eine Abzweigung verpasst habe. So muss ich umkehren, nochmals an zwei schreckhaften Pferden vorbei und die Abzweigung nach Loreto de Casinca nehmen. Das Dörfchen Loreto de Casinca ist wiederum eine Ortschaft, die an die steilen Hänge eines Hügels gekleistert erscheint. Malerisch mit seinen Schieferdächern. Ich besuche die Chiesa Sant'Andria, die innen recht schön ausgeschmückt aber muffig ist, weil das Grundwasser drückt. Beim Dorfeingang halte ich noch beim Brunnen A Funtanone. Es soll Korsikas bekanntester Brunnen sein. Das Wasser ist eiskalt und schmeckt sehr gut. Das Navi will mich glauben machen, dass man von Monte über Seitenstrassen auf die Strasse nach Corte kommen könne. Das möchte ich versuchen und lande in Ferlaghja und Erdu, zwei Weilern, von denen aus kein Weiterkommen mehr ist. So muss ich alles zurück bis nach Lucciana fahren. Dort nehme ich die Schnellstrasse nach Calvi. In Ponte Leccia biege ich ab nach Corte. Nach kurzer Fahrt erreiche ich Corte, wo mir das Navi sagt, dass mein Hotel nicht in Corte selbst, sondern in Santo-Pietro-di-Venaco ist. So muss ich noch zehn Kilometer weiterfahren. Ich checke im Hotel Le Torrent ein und fahre gleich wieder zurück nach Corte. Dort besuche ich erst die Place Pascal Paoli mit dem Pascal Paoli Denkmal – es hat gerade einen Notfall gegeben, der Notarztwagen steht da und lädt einen jungen Mann ein. Dann laufe ich zur Place Gaffori hinauf, wo ein Denkmal für General Jean-Pierre Gaffori (1704-1753) steht. Sein ehemaliges Haus ist mit Einschüssen übersät, die die Genuesen während einer Belagerung darauf abgefeuert haben. Gegenüber steht die Eglise de l'Annonciation, die ich besuche. Es gibt eine lebensgrosse Nachbildung von St. Theophil, der hier gelebt haben soll. Ein Chor probt gerade mit dem Organisten zusammen. Ich steige nun noch bis zum Belvedere hinauf. Dort kaufe ich noch ein paar Souvenirs. Die Aussicht ist um diese Tageszeit nicht sehr gut, da das Licht aus der falschen Richtung kommt. Ich laufe noch zum Museum, das ich allerdings erst morgen besuchen will. Ein geplantes Nachtessen kann ich nicht einnehmen, dazu ist es noch zu früh, die Restaurants haben alle noch zu, obwohl es bereits 18:30 Uhr ist. Ich fahre wieder hinunter und kaufe im Casino Supermarkt ein. Jetzt gibt es halt nur eine Fertigmahlzeit aus dem Kühlfach, doch dafür billig und rechtzeitig.