Zoagli (Cinqueterre)

  • Posted on: 5 July 2017
  • By: lenel

05.07.2017 Zoagli (Cinqueterre)
Das Frühstücksbüffet ist ansehnlich. Ich fahre mit dem Scooter nach Rapallo und stelle ihn ab. Dann beginne ich mit einem Stadtrundgang. Die Kirchen Chiesa di Santo Stefano/Oratorio dei Neri und SS. Gervasio e Protasio besuche ich. Als ich im Hafen bin, sehe ich gerade, dass ein Touristenboot mit einer Super-Cinqueterre Rundfahrt am Ablegen ist. Rasch kaufe ich noch ein Billett und kann noch zusteigen. Es ist sehr teuer, aber es sollte sich lohnen. Wir fahren der Küste entlang, vorbei an Zoagli (das wegen der grossen Eisenbahnbrücke leicht zu erkennen ist), Chiavari, Lavagna. Fischfarmen werden hier auch betrieben. Weiter geht es nach Sestri Levante, wo man den Torre Marconi und die Fortezza auf der Halbinsel sieht. Es gibt zwei Strände, auf der Aussenseite der Halbinsel ist die Baia del Silenzio. Weiter geht es entlang der Küste, wo man deutlich die grossen Verbauungen für die Eisenbahnlinie sehen kann, nach Levanto, dann kommt die Cinqueterre, mit dem ersten Dorf Monterosso. In Vernazza legen wir an. Wir haben eine Stunde Zeit, das Dorf zu erkunden. Ich steige zum Castello Andrea Doria hinauf, besuche die romanische Basilika Chiesa S. Margherita. Zwischen den Häusern sind zahlreiche Streben angebracht, so dass sie sich gegenseitig stützen. Der nächste Halt, wieder eine Stunde, ist in Riomaggiore. Ich besuche die Chiesa Confraternita N.S. Assunta in Cielo, die Chiesa Parrochiale di San Giovanni Battista und das Castello. In einem Take-Away kaufe ich Fisch und Chips. Was für eine Enttäuschung. Die Portion ist winzig, zudem ist eines der Fischnuggets so lausig positioniert, dass es gleich herunterfällt und somit auch weg ist. Der nächste Halt ist in Monterosso, diesmal für drei Stunden. Ich laufe zur Piazza Garibaldi, dann zur Touristeninformation, wo ich mir eine Karte hole. Damit nehme ich den Wanderweg zum Heiligtum von Soriore in Angriff. Der Weg muss von einem Unwetter ausgeschwemmt und schwer beschädigt worden sei. Es kann aber auch sein, dass hier seit Jahren nichts mehr gemacht worden ist. Auf dem Weg finde ich eine verlotterte Kapelle, mit folgendem Anschlag an der Türe: „Lieber Herr Bürgermeister (wer immer das sei), lieber Herr Prälat (wer immer das sei), liebe Hotel- und Ladenbesitzer, diese Kapelle ist am Verlottern. Bitte unternehmen Sie etwas!“. Das Heiligtum von Soviore ist ein sehr langer Gebäudekomplex, an dessen Ende eine Kirche steht. Diese weist verschiedene Eigenheiten auf. Unter Glasplatten sind die Fundamente einer weit älteren Kirche zu sehen. Die Kirche weist zwei Orgeln auf, eine moderne und eine schätzungsweise 400 Jahre alte. Die Predigerkanzel an der Wand hat keinen Zugang. Im Altar ist die Holzstatue der N.S. de Soviore hinter Glas. Viele Ex-Votos schmücken die Wände. An der Wand hängt ein Bild von Guido Reni, St. Peter der Märtyrer, leider nur eine Kopie. Ich laufe wieder ins Dorf hinunter und besuche noch die Kapuzinerkirche. Ein Bild von Antoon van Dyck, die Kreuzigung, hängt drin. Dieses mal soll es echt sein. Ich steige noch zum Friedhof hinauf, dessen Grabhäuschen einen verlotterten Eindruck machen. Auf der Bergspitze steht ein mittelalterlicher Turm. Als ich zur Aussichtsplattform laufe, finde ich dort noch eine San Francesco d'Assisi Statue. Ich habe eine schöne Aussicht auf Monterosso. Leider tut mein linker Fuss wieder enorm weh, das Gelenk muss wohl noch einmal repariert werden. Nun geht die Fahrt zügig zurück nach Rapallo. Ich nehme den Scooter und fahre nach Portofino. Den Scooter stelle ich auf einem weiss markierten Motorradparkplatz ab. Das ehemalige Fischerdorf ist nicht mehr wiederzuerkennen. Nun ist ein Schicki-Micki-Kurort geworden. Ich besuche das Oratorio della Confraternita di N.S. Assunta und den Hafen. Oben gleisst das Castello im Abendlicht. Die Kirche San Martino ist geschlossen. Als ich zum Scooter zurückkomme, ist eine enorm hohe Busse dran. Offenbar ist das Parkieren in Portofino flächendeckend nur für Anwohner gestattet. Und mit der Beschilderung solcher Anordnungen nimmt man es hier nicht so genau.