03.06.2019 Melk-Györ

  • Posted on: 3 June 2019
  • By: lenel

03.06.2019 Melk-Györ In der Jugendherberge gibt es ein grosses Frühstückbüffet, an dem ich mich gütlich tue. Um sieben Uhr fahre ich ab. Ueber kleinste Nebenstrassen geht es Richtung Neusiedler See. Wien lasse ich links liegen. In Hirtenberg tanke ich nach. Bei Moosbrunn stoppe ich bei einem rot leuchtenden Mohnfeld. Schliesslich verlasse ich die offizielle Route und biege zum Neusiedler See ab. Aber in Neusiedl ist es gar nicht so einfach, an den See zu gelangen. Erst stoppe ich bei einem schilfigen Ausläufer des Sees, wo viele kleine Fische sich im Wasser tummeln. Dann fahre ich bis zur Seebadeanstalt, wo ich den seichten See nun sehen kann. Alles ist mit der Marina verbaut worden, so dass man als gewöhnlicher Bürger nur noch über das eintrittspflichte Seebad an den See gelangen kann. Ich tanke noch ein letztes Mal in Oesterreich und fahre in Weiden am See, nochmals an den See, doch auch hier sind die Schilffelder mit Datschas und Bootshäusern entlang des Dammes verbaut worden. Bei Halbturn fahre ich durch riesige Felder mit Reben auf dem völlig ebenen Gelände. Nach der Ortsmitte kommt ein grosser Park mit Windgeneratoren. Kurz vor Janossomorja gelange ich auf die ungarische Seite der Grenze. Ich hebe etwas Geld ab und fahre zügig weiter nach Györ. Die Strassen sind jetzt pfeifengerade und für höhere Geschwindigkeiten ausgelegt, verlaufen parallel zur Autobahn. In Györ angekommen tanke ich nochmals nach und versuche, zum Hostel zu gelangen. Doch das Navi will mich in die Fussgängerzone lotsen. Alle Versuche, diese zu umfahren scheitern, so dass ich schliesslich den Motor abstelle und den Roller ein paar Meter zum Hostel schiebe. Dort checke ich ein, lade ab und versorge den Roller auf einem nahen Parkplatz. In der brennenden Mittagssone mache ich einen Stadtrundgang: Touristeninformation in der Baross Gabor Utca, danach Nationaltheater (in sowjetischer Bauweise), Füles Bastei, Szechenyi Ter, Gutenberg Ter mit dem Syphonflaschen-Brunnen (dem Erfinder der Syphonflasche, Anyos Jedlik, gewidmet), der auf historisch herausgeputzte Laden Hoffmann 1889, Dunakapu Ter mit einem Spiegel, der die Häuserfronten spiegelt, der Zusammenfluss der Mosoni Duna und der Raba, auf dem Kaptalandomb die Szent Laszlo Statue, die Basilika, deren eines Schiff mit Fototapeten für Renovationen abgedeckt ist und die im linken Seitenschiff einen goldenen Altar mit einem wundersamen Marienbild hat; dann zum Becsi Kapu Ter mit der Statue von Karoly Kisfaludy, über die Brücke zur Rado-Insel, von hier über einen Steg zum Thermalbad Raba-Quelle und zur Synagoge. Nachdem die Türe offen steht, gehe ich hinein, werde aber gleich wieder hinausgeschmissen, denn die längst profanisierte Synagoge dient nun einem Empfang. Durch das vordere Tor gelange ich nochmals hinein (ja, ich lasse mich nicht einfach so entfernen) und es gelingen mir ein paar Bilder vom Innenraum. Ich laufe zurück zur Kiraly Utca, nochmals zum Szechenyi Ter und zum Varoshaza (Rathaus), das nun von der Sonne angestrahlt wird. Gegenüber hat es ein Bänkli mit Solarzellen und zwei USB-Anschlüssen zum Nachladen von Handy und Tablet Computer. Schliesslich gelange ich zum Bahnhof, wo ich die Brücke über die Geleise überquere. Ich laufe zurück, unter der Brücke durch und gelange zum Bisinger Park. Ein dort platzierter moderner Brunnen heisst „Faun-es-Nimfak“. Ich laufe weiter und finde einen zweiten Park, den Batthyany Ter, in dem ein modernes Denkmal steht. Schliesslich gelange ich zurück ins Lima Hostel.