15.07.2021 Thal-Baceno

Es regnet in Strömen, als ich um 07:30 Uhr in Thal abfahre. Nichts Neues, das war schon immer so, wenn ich in die Ferien fuhr. Bis Buchs ist der Regen heftig, danach ebbt er ab, doch er hört nicht auf. Es ist kalt. In Trübbach verlasse ich die Autobahn und fahre über den St. Luzisteig nach Maienfeld und weiter auf der Hauptstrasse Richtung Chur. In Zizers tanke ich zum ersten Mal auf und fahre dann auf der Autobahn um Chur herum, bis Reichenau, dann auf der Landstrasse Richtung San Bernardino. Wegen des Regens muss ich recht langsam fahren. Es gibt viele Umleitungen und stückweise fahre ich auch auf der Autostrasse. In Hinterrhein halte ich nochmals an, doch es regnet viel zu fest, als dass ich über den Pass will, wo man sieht, dass es noch heftiger regnet. Durch das verregnete Misox fahre ich Richtung Bellinzona. Im unteren Teil des Tals hört der Regen dann auf. In Cama tanke ich nach und fahre auf der Landstrasse Richtung Locarno. In Riazzino halte ich kurz und kaufe etwas für das Mittagessen. Durch Locarno fahre ich durch und ins Centovalli, auf der schmalen und kurvigen Strasse. Bei einer Brücke esse ich mein Brötli – es ist schon fast ein Uhr – und fahre weiter. Kurz vor der Grenze, in Camedo, tanke ich nochmals ein klein wenig nach und komme durch die vollkommen verlassenen Grenzposten nach Italien. Kurz nach der Grenze spickt mir die Kamera aus dem Handhalter, fällt auf die Strasse, verschrammt und der Bildschirmschoner (glücklicherweise nur der) zerbricht. Die teure Rammount-Handyhalterung erweist sich schon jetzt als unbrauchbarer Schrott, denn sie hält das Handy nicht sicher, weil sie so billig gemacht ist, dass alles lottert. Jetzt weiss ich auch, für was das Gummiband war – die wussten genau, dass die Halterung nicht funktioniert. Leider wusste ich nicht, für was es war und habe es deshalb nicht mitgenommen. Ueber Domodossola fahre ich Richtung Val Formazza. Wegen der Regenfälle hat es überall hohe Wasserfälle, die enorm viel Wasser führen. Bei der Cascata del Toce halte ich an, wandere zum unteren Ende und mache Fotos. Es stellt sich dabei heraus, dass die Kamera des wasserdichten Handys nicht an die Qualität des Xiaomi herankommt. Endlich gelange ich nach Riale, wo die Strasse zum Passo San Giacomo abgeht. Doch welche Enttäuschung: Es gibt ein Fahrverbot. So fahre ich noch bis zur Staumauer vom Lago di Morasco und kehre dann um. Unterhalb von Riale regnet es wieder leicht. Ich fahre zurück nach Baceno, wo ich das Navi wieder einschalte und merke, dass ich ein wenig zu weit gefahren bin. Meine Unterkunft ist das Rifugio Zeus im Weiler Crego, der zu Baceno gehört, aber von Premio aus erreicht wird. Noch einmal springt das Handy aus der lausigen Halterung. Ich checke im Rifugio ein. Im Schlafsaal, der unter dem Dach ist, treffe ich Vincenzo. Danach gehe ich etwas spazieren. Der Regen hat wieder aufgehört und eine Zeitlang kann ich sogar den Faserpelz ausziehen. Das Nachtessen nehme ich im Rifugio ein. Es gibt als Vorspeise Minestrone mit Croutons und als Hauptspeise Schweinebraten mit selbstgemachtem Kartoffelstock. Beides ist sehr schön zubereitet und schmeckt gut.

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