03.07.2019 Budapest

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  • By: lenel

Ich kaufe mir einen Tagespass für die U-Bahn und fahre zur Station Astoria, wo ich aussteige und zur Grossen Synagoge laufe. Die ganze Strasse ist eine einzige Baustelle, von der Synagoge sieht man nichts und man kommt nicht einmal in die Nähe, alles ist abgesperrt wegen der Bauarbeiten. Ich laufe noch durch das jüdische Quartier, wo die Läden koschere Lebensmittel verkaufen, dann fahre ich mit dem Bus so nahe wie möglich an die Burg (Budai Varnegyed) heran und laufe hinauf. Die Museen besuche ich heute nicht, das war mein Fehler beim letzten Besuch, dass ich vor lauter Museen keine Zeit mehr hatte, die Stadt zu entdecken. Alles strahlt im prallen Morgenlicht und es ist heiss. Ich besuche die Matyaskirche und kann an einer der kostenlosen Führungen teilnehmen. Die Kirche wurde immer wieder zerstört und neu aufgebaut, so dass nicht mehr so viel Originalsubstanz übrig ist. Das Innere ist nun im Jugendstil dekoriert, was äusserst attraktiv erscheint, auch die braun-grau-gelben Farben und die ausdrucksvollen Jugenstilmalereien. Im linken Seitenschiff ist eine Ausstellung mit den Kirchenschätzen untergebracht. Man kann bis ganz hinauf und hat dann einen guten Ueberblick über die Kirche. Eine sehr schöne, leicht überlebensgrosse Statue von Königin Elisabeth („Sissy“) ist hier ebenfalls ausgestellt. Auch eine Krone von Ungarn kann bewundert werden. In der König Bela Kapelle liegen König Bela III und seine erste Frau Agnes de Chatillon aus Stein gehauen auf ihrem Sarkophag. Ich laufe noch bis zum Nationalarchiv und zum Maria Magdalena Turm, dann nehme ich den Bus zum Szechenyi Istvan Ter, von wo ich die Burg noch einmal aus der Ferne bewundern kann. Genau davor liegt das Dampfschiff Kossuth, das leider nur noch als Restaurant dient. Auf dem Szecheny Istvan Ter sind Bauarbeiten im Gange, so dass man wenig sieht. Im „Ferenciek Tere Food Corner“ esse ich für sehr wenig Geld vom Buffet. Mit der Metro fahre ich zum Hösök Tere (Heldenplatz), wo ich erst die Heldendenkmäler bewundere, dann zum dahinterliegenden Jugendstilschloss Vajdahunyad Vara. Ich erkunde nun den Stadtpark Varosligeti. Das Verkehrsmuseum suche ich lange, bis ich in eine Bauabsperrung hinein will und mir ein Wachmann sagt, dass es nicht mehr in Betrieb sei. Ich laufe noch zur Alpar Ignac Statue und zum Szechenyi-Thermalbad, dann nehme ich – nach kompliziertem Planstudium – den Bus Nr. 75 bis zum Deak Ferenc Ter und dann noch die Metro für eine Station und einen Bus für eine Station, bis ich auf der Brücke zur Margit Sziget (Margritinsel) bin. Diese laufe ich der Länge nach ab und gelange zum nicht sehr japanisch wirkendenden Japangarten, zum Theater und Wasserturm (das Theater wurde um den alten Wasserturm herum gebaut), zu den Ruinen des Dominikanerklosters/königlichen Hauses, zur Blumenanlage und – auch hier dürfen sie nicht fehlen – den Musical Fountains, die gerade in Betrieb sind. Ueber die Margit Hid (Margritbrücke) laufe ich zum Buda-Ufer und nehme erst die Metro zum Batthyany Ter, um ein paar Fotos vom Parlamentsgebäude zu machen, dann die gleiche Metro in die Gegenrichtung, um Szentendre zu besuchen. Leider fährt sie nur bis Békásmegyer, wegen Bauarbeiten an den Schienen. Den Ersatzbus muss ich trotz Tagespass bezahlen, er ist von einer anderen Gesellschaft. In Szenendre mache ich einen kleinen Rundgang durch das sehr touristische Städtchen, das in der Zwischenzeit nur noch aus Souvenirläden zu bestehen scheint. Ich erwische den Bus zurück nach Békásmegyer und dort eine U-Bahn zurück in die Stadt und gelange nach einmal Umsteigen wieder zum Blaha Luiza Ter. Im Lidl kaufe ich mir ein ungewöhnlich grosses Abendessen, das ich im Hostel verzehre.