07.07.2019 Salzburg-Thal SG

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  • By: lenel

Es regnet bereits, als ich abfahre. In Salzburg drinnen wird es auf einmal zum Gewitterregen, so dass ich in aller Eile das Regenzeug anziehen muss. Ich folge den Anweisungen der Navigations-App Osmand, als diese auf einmal keinen weiteren Weg mehr hat. So wechsle ich zu Here weg go, was bei mir ständig abstürzt. Doch diese App navigiert mich an einen Ort, wo rund um mich herum Einbahnstrassen sind, so dass ich nicht einmal mehr weiss, wie ich wieder herauskomme. Als ich gerade mit der App hadere, kommt ein Anwohner, der mir genauestens erklärt, wie ich wieder herauskomme – allerding geht dies nur, wenn man eine Einbahntafel als nichtig erachtet. Die Anweisungen erweisen sich als goldrichtig, denn so gelange ich wieder auf die Hauptstrasse, die mich schliesslich nach Freilassing bringt. Hier ist der Gewitterregen dermassen stark, dass eine weitere Konsultation des Navis schwierig wird, mangels Bushaltestellen mit Unterstand. So gelange ich prompt auf die falsche Strasse und mache einen grossen Umweg. Ein Blitz geht neben mir nieder. Ich schaffe es aber doch noch, wieder auf die Strasse nach Traunstein zu gelangen. Dort fahre ich auf die Autobahn, denn der Regen ist unterdessen so heftig, dass ein weiteres Navigieren auf Nebenstrassen unmöglich ist. Auf der Autobahn kenne ich mich aus, schliesslich bin ich diese Strecke schon sehr oft gefahren. Ich tanke in Irschenberg bei einer Autobahnraststätte – irrsinnig teuer, aber auf meine kleine Menge wenig relevant – und fahre im strömenden Regen, der richtig auf einem einpeitscht, weiter. Manchmal gibt es zwischendrin 20 Kilometer mit trockener Strasse, dann kommt wieder ein 40-50km breites Regenband. In München halte ich bei der Ausfahrt Grosshadern spontan und rufe meinen Verwandten Ulli an, der dort im Seniorenheim wohnt. Er hat Zeit und wir gehen zusammen gemütlich Mittagessen. Um ein Uhr muss ich wieder auf die Strasse, um rechtzeitig in Thal anzukommen. Inzwischen scheint die Sonne und der Regen hat aufgehört, doch nur wenige Kilometer nach München muss ich wieder das volle Regenzeug anziehen. Jetzt peitscht der Regen umso heftiger gegen mich und mein Motorrad. In Erkheim tanke ich nochmals nach – glatte 30 Cents billiger pro Liter als in Irschenberg. Als ich in Lindau ankomme, ist das Gewitter gerade auf seinem Höhepunkt, der Regen peitscht, des blitzt und donnert. Doch ich habe Glück, denn der Höhepunkt des Gewitters findet genau dann statt, als ich in Hörbranz nachtanke. Die Fahrt durch Bregenz hindurch ist wie immer eine einzige stehende Kolonne, die ich bösartigerweise teilweise umfahre. Daheim lade ich kurz ab, dann fahre ich nach Heiden, wo ich Anja treffe und die Post abhole. Dann muss ich zurück nach Thal. Mein Garten ist während meiner Abwesenheit ziemlich verwildert, so dass ich dringend alles zurückschneiden muss. So wird es fast Mitternacht, bis die ganzen Reisesachen versorgt, die nassen Sachen zum Trocknen ausgelegt sind (sogar meine Geldscheine sind völlig durchnässt) und ich das Tagebuch schreiben kann.
Dies beendet die diesjährige Ferienreise.