27.07.2020 Castelo Branco (Portugal)-Badajoz (Spanien)

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  • By: lenel

Ich gehe erst noch etwas die Altstadt erkunden. Castel Branco hatte eine der grössten jüdischen Bevölkerungen in Portugal. Davon ist nach 500 Jahren nichts mehr übrig. Um neun Uhr öffnet der Jardim do Paço, welchen ich unbedingt sehen will. Es handelt sich um eine Gartenanlage, die fast ausschliesslich aus rechteckig geschnittenen Hecken, allegorischen Statuen und Springbrunnen besteht. So gibt es Statuen für jede Jahreszeit und für jeden Monat des Jahres, für jeden Kontinent (ausser Australien, das damals noch nicht bekannt war), sogar Justitia und der Tod sind vertreten. Es gibt eine Aposteltreppe mit Apostelstatuen, sowie eine Königstreppe mit Statuen von Königen. Auch Manuel I, der die Juden aus Portugal rausgeschmissen hat, ist vertreten. Die Bewässerung erfolgt durch einen grossen Tank im oberen Teil und den „Kronensee“ im unteren Teil. Ueber eine Passerelle erreicht man den heutigen Parque da Cidade (hat nichts zu tun mit demjenigen, den ich gestern besucht habe), welcher auch leidlich schön angelegt ist. Ich verbrate nun rund eine halbe Stunde, bis ich das Navi wieder zum Laufen bringe, doch die Route, die es herausgesucht hat, scheint mir doch reichlich eigenartig. Viel zu lang fahre ich in die völlig falsche Richtung. Ich kehre um und nun wird die Route noch eigenartiger. Jetzt erkennt es die Autobahn nicht mehr und will mich darauf lotsen. Auch das Herewego im Telefon spinnt. Schliesslich kehre ich nach Castelo Branco zurück, tanke nochmals auf und fahre der Nase nach Richtung Portalegre. Dies hat Erfolg und schon bald befinde ich mich auf der vom Navi nicht erkannten Landstrasse nach Portalegre. Bei Vila Velha de Rodão überquere ich den Tejo. In Nisa fahre ich (ich gebe es zu, eine Einbahnstrasse den verkehrten Weg hinauf, sie ist breit genug dafür) zu einem Restaurant, der Pizzaria Central, wo ich Rojões à Portuguesa (Portugiesischen Gulasch) esse. Bei der Weiterfahrt spinnt das Navi wieder total und bringt mich auf Seitenstrassen, die völlig in die falsche Richtung führen. Immerhin gelange ich so zum Menhir do Patalou und zum schönen Stausee Barragem de Povoa e Meadas. Einmal mehr sind überall riesige Steinblöcke zu sehen und viele sind als Felsen im Boden eingelassen. Ich halte beim Parque Megalitico dos Coureleiros, wo ich Grab 1 und 2 besichtige. Vor Portalegre biege ich auf den Mourro ab, um die Stadt von oben zu sehen. In Portalegre parkiere ich den Töff bei der Burg, doch sie ist heute geschlossen (Montag) und mir fehlt die Zeit für ein ausgedehntes Sightseeing. Ich verlasse mich darum gar nicht mehr auf die GPS-Navigation und fahre der Nase nach Richtung Spanien. Tatsächlich erreiche ich die Landstrasse fahre nun mit hoher Geschwindigkeit Richtung Badajoz. Kurz vor Badajoz finde ich keine Möglichkeit mehr, auf Landstrassen zu fahren und nehme für sechs Kilometer die Autobahn. Dann verlasse ich sie wieder und fahre zu meiner Unterkunft, dem Hotel Condede mitten in der Altstadt. Ich checke ein, gehe einkaufen und erkunde die Ponte Palmas mit der Puerta Palmas. Die Brücke wird vom Abendlicht romantisch beleuchtet und spiegelt sich im Rio Guadiana.

Sé Concatedral, Castelo Branco, Portugal

Castelo Branco, Portugal

Jardim do Paço, Castelo Branco, Portugal

Rio Tejo, Vila Velha de Rodão, Portugal

Nisa, Portugal

Menhir do Patalou, Portugal

Barragem de Povoa e Meadas, Portugal

Parque Megalitico dos Coureleiros, Anta 2, Castelo de Vide, Portugal

Door of Alegrete, Portalegre, Portugal

Palmas Gate, Badajoz, Spain

Palmas Bridge, Badajoz, Spain