Söll

  • Posted on: 1 June 2019
  • By: lenel

01.06.2019 Um sechs Uhr klingelt der Wecker, um sieben Uhr fahre ich ab Richtung Sulz. Dort halte ich bei Markus Peter, dessen Motorrad (Yamaha Virago) ich vor einer Woche zerlegt habe und nun schnell wieder zusammenbaue. Zum Abschied schenkt mir seine Freundin zwei grosse Pakete mit Ländjägern. Die werde ich sicher gut gebrauchen können. Das Wetter hat unterdessen aufgemacht und es ist kühl, aber sonnig. Ueber Nebenstrassen folge ich dem Navi auf den Arlbergpass. In St. Christoph halte ich. In St. Anton am Arlberg muss ich das erste Mal nachtanken. Ich fahre weiter, durch Landeck hindurch, Richtung Innsbruck. Um die Mittagszeit komme ich durch Rietz, wo ich anhalte. Auf einem Bänklein esse ich von den geschenkten Landjägern. Dann fahre ich zur Wallfahrtskirche hinauf. Die barocke Antoniuskirche ist übrigens offen, wie auch alle Kapellen. Ich laufe bis zur obersten Kapelle und dann wieder zu meinem Motorrad hinunter. In Hall geht mein Sprit wieder zur Neige, weshalb ich anhalte. Ich besuche die Burg Hasegg, die leider im Umbau ist und innen nicht besichtigt werden kann, dann die Jesuitenkirche (1608) und die Pfarrkirche St. Nikolaus mit einem Altar aus purem Silber, grosszügig vergoldet. Die Altstadt von Hall ist wunderbar erhalten und sehr sehenswert. Unweit der Pfarrkirche ist das Rathaus mit seinen mittelalterlichen Zinnen, die wohl nicht so alt sein dürften. Schliesslich kann ich auch tatsächlich noch nachtanken. Ich fahre weiter auf Nebenstrassen – das neue Navi findet wirklich schlaue Routen, umfährt alle Staus und bringt mich auf wunderschönen kleinen Strassen nach Söll, wo ich erst nachtanke und dann im Gästehaus Edinger unterkomme. Hier erhalte ich ein modernes, winziges, Einzelzimmer. Rasch laufe ich noch zu MPreis, wo ich Milch für morgen und etwas zum Abendessen kaufe. Dann wandere ich durch das Dorf und danach zu einem Aussichtspunkt unweit des „Berghofes“ aus der Fernsehserie, wo ich auf einem Bänkli mein Abendessen verzehre. Fast wäre ich fertig geworden, als eine Horde Touristen ankommt und es um ein Haar schafft, mich zu vertreiben.