02.07.2019 Miskolc-Mezökövesd-Eger-Budapest

  • Posted on: 2 July 2019
  • By: lenel

In Miskolc fahre ich wie immer um sieben Uhr morgens ab. Den Schlüssel lasse ich im Briefkasten des Gastgebers. Ich tanke noch voll. Die Fahrt ist zügig, auch darum, weil die Strassen so gut angeschrieben sind. Ich muss einfach auf der Strasse Nr. 3 bleiben. Es scheint die Sonne und es ist sehr heiss, sicher wieder um die 35 Grad. In Mezökövesd muss ich einfach das Gepmuseum besuchen. Als ich um neun Uhr dort ankomme, öffnet es soeben. In der Zwischenzeit wurde viel gemacht, einige Exponate wurden vollständig überholt. Die meisten ausgestellten Lokomobile laufen mit Benzin, auch wenn sie wie Dampfmaschinen aussehen. Einige wurden in Ungarn hergestellt, wo es mehrere Hersteller gab. Es gibt ein paar Tanksäulen, zwei Dampf-Lokomobile (eines davon von Höcker, Budapest) sowie eine grosse Dampfmaschine, ein Holzgas-Lokomobil, ein mit dem Museum beschrifteter Trabant Universal. Bei den Traktoren fährt ein früher Lanz Bulldog 12PS (1921), ein leichter Central Tractor Co Centaur (USA), 10PS, 860ccm (1923), sowie mehrere massive HSCS-Traktoren von vor und nach dem zweiten Weltkrieg auf. Diese funktionieren nach dem gleichen System wie der Lanz Bulldog und können deshalb mit fast allen brennbaren flüssigen Stoffen betrieben werden. Ein spätes Beispiel ist der HSCS G35, 30PS, (1950). Ich fahre nun weiter, da ich noch Eger besuchen möchte, durch Weinreben und Sonnenblumenfelder. In Eger sind die Bauarbeiten, die mich schon bei meinem letzten Besuch behinderten, immer noch nicht abgeschlossen. Immerhin ist nun der Dobo Square wieder benutzbar. Ich laufe zum Minarett, auf die Burg hinauf. Das Innere besuche ich mangels Zeit nicht. Beim Herausfahren halte ich noch bei den Weinkellern, die in eine Felskante gehauen worden sind, der ganzen Kante entlang, mehrere hundert Meter. Es war ein Fehler, dass ich nicht in Eger gegessen habe, denn es kommen keine Restaurants mehr. In Kapolna muss ich nachtanken und kann bei einem nahegelegenen Restaurant einen Hamburger kaufen – ein winziges Stückchen Frikadelle in einem grossen Brot. Immerhin auch nicht teuer. In Budapest finde ich das Hostel auf Anhieb – es ist ja auch aussen angeschrieben. Es ist sehr zentral gelegen, unmittelbar beim Blaha Luiza Platz. Ich checke ein, binde meinen Scooter an einen Veloständer an und laufe zum Blaha Luiza Platz und dann die Rakoczy-Strasse hinunter bis zur Erzsebet-Brücke, die ich überquere und auf Gellertberg hinaufsteige. Von dort aus hat man eine schöne Aussicht über Budapest. Es werden Touristengruppen angekarrt, viele davon deutsche, es scheint vorwiegend Rentner. Ich laufe den gleichen Weg zurück, schaue noch in der Franziskanerkirche hinein. Für das Abendessen kaufe ich, um das ungünstige Mittagessen gutzumachen, beim Lidl Gurken, Tomaten und Joghurt. Das Internet funktioniert längere Zeit nicht mehr, offenbar wurde bei Bauarbeiten eine Glasfaserleitung durchtrennt.