06.07.2019 Graz-Salzburg

  • Posted on: 6 July 2019
  • By: lenel

Ich fahre in Graz ab und finde meinen Weg aus der Stadt problemlos. Das Wetter ist bedeckt und kühler als gestern. Nachtanken in Mautern in Steiermark. In Bruck an der Mur fahre ich kurz ins Stadtzentrum, und halte am Kol. Wallisch Platz, wo sie gerade am Aufbauen eines Marktes sind. In Rottenmann fahre ich kurz von der Strasse ab und ins Stadtzentrum, doch das historische Zentrum ist wenig interessant. Dafür folge ich kurz danach den Hinweisschildern zur Burg Strechau, die hoch oben über Rottenmann thront. Ich habe ein Riesenglück: Die Elf-Uhr-Führung beginnt gleich. Ich nehme an der Führung durch die schön renovierten Säle teil. Es gibt viele Deckengemälde und pompöse barocke Stuckarbeiten. Von der vordersten Bastion aus hat man eine schöne Aussicht auf das Tal. Die Burg war ein Zentrum des reformierten Glaubens, bis der damalige Burgherr vom Landesfürsten im Zuge der Gegenreformation des Landes verwiesen wurde. Das Schönste kommt am Schluss: Die Burg beherbergt ein fantastisches Automuseum mit Steyr-Fahrzeugen. Ich verbringe dort sehr viel Zeit. Schliesslich muss ich doch gehen, da ich Hunger habe. Im Seerestaurant Lassing nehme ich ein Mittagessen ein. In Bad Aussee tanke ich nochmals nach. Ueber den Pötschenpass geht es ins Salzkammergut. Noch einmal lockt ein Automuseum, das Museum Fahrzeug-Technik-Luftfahrt in Bad Ischl. Zuerst fahre ich daran vorbei, doch schon nach 100 Metern bin ich mir das reuig und kehre um. Es hat bspw. ein paar schöne Steyr 40D Dreiachser, zwei riesige russische Grabenbaumaschinen, ein paar Haflinger und einen angeblich in Oesterreich gebauten Saurer 6-GAVFR-Z. Weiter sind in der Halle ein paar Flugzeugprototypen und zwei Kleinst-U-Boote. Draussen stehen ein paar vergammelte MIGs und Suchois, ein T-34 Tank, eine hochinteressante Dampflokomotive. Es geht weiter am Wolfgangsee entlang nach Salzburg. Wegen dem Open-Air-Musikfestival „Electric Love“ ist die Zufahrt nach Salzburg stark behindert. Immer wieder muss ich warten. Schliesslich schaffe ich es doch noch, muss aber noch eine äusserst kompliziert Navigation durch ganz Salzburg vornehmen, bis ich in einem Industrie- und Kasernenareal beim Flughafen meine Bleibe finde. Ich checke ein und nehme gleich wieder den Bus in die Innenstadt. Für die rund fünf Kilometer lange Fahrt braucht man zirka eine halbe Stunde. In der Innenstadt steige ich am Herbert-von-Karajan-Platz aus, laufe zur Universität/Kollegienkirche, wo überdimensionale Gurken aus Bronze zum Schillerdenkmal führen. Das linke Fussgelenkt schmerzt wieder einmal höllisch. Die Kollegienkirche erstrahlt im letzten Abendlicht. Vor der Kirche steht ein rechteckiger Pavillion, darin ist eine Installation von Anselm Kiefer, AEIOU, untergebracht. Auf dem Universitätsplatz sieht man die Fassade der Kollegienkirche. Ich laufe zum Alten Markt, wo sich Restaurant an Restaurant reiht und zum Domplatz, wo gerade eine Strecke für den Trials World Cup aufgebaut wird. Die Festung Hohensalzburg thront über der Stadt. Auf dem Waagplatz fällt das bunt bemalte Haus zum Anker auf. Auf der anderen Seite der Salzach laufe ich die Linzer Gasse hinauf und hinunter, und steige hoch zur Kapuzinerkirche und Kloster, von wo aus ich eine schöne Aussicht auf die Stadt und die Festung Hohensalzburg habe. Ich überquere die Salzach noch einmal über den Makart-Steg und laufe zum Jahrmarkt, der am Hanusch-Platz beginnt. Dann muss ich mich beeilen, zum zurück zur Bushaltestelle zu gelangen. Als ich hinlaufe fährt der Bus gerade an mir vorbei und hält dort. Ich renne und erwische ihn noch. Bei der Kaserne steige ich aus, laufe zurück zum Airport-Centre, wo nur der Burger King noch offen hat, so dass ich dort noch etwas zum Abendessen kriege. Zurück im Hostel treffe ich André, mit dem ich lange plaudere.