11.08.2026 Boustead Hill-Morecambe

Um acht Uhr fahre ich ab. Das Wetter ist strahlend schön, es scheint die Sonne. Noch ist es kalt. Ueber kleinste Strassen, viele nur einspurig, fahre ich Richtung Lake District. In Windermere tanke ich nach und besuche das Windermere Jetty Museum. Dieses ist nicht wiederzuerkennen. Alle Gebäude sind neu und vollgestopft mit den schönsten Dampfbootraritäten. Fest angestelltes Personal restauriert Neueingänge. Bemerkenswert sind die beiden unrestaurierten Dampfboote Kittiwake (1898) und Dolly (1850-60), das Motorboot von 1898, die Jacht Margaret von 1780, das schöne und schlanke Dampfboot Branksome (1896), die Rennboote White Lady II (1930) und Canfly (1922). Im Bootsschuppen liegen die beiden schlanken Dampfjachten Osprey und Mosquito, sowie zwei Dampfboote, eines davon heisst Lady Elizabeth. Ich plaudere lange mit einer Bootsbauerin. Dann fahre ich weiter und verzehre in einem Park mein Mittagessen. Als nächstes besuche ich das Lakeland Motor Museum. Dieses ist regelrecht vollgestopft mit automobilen Raritäten, so z.B. das Rudge Multi Motorrad von 1922, das bereits ein CVT Getriebe hatte, den Star 12HP von 1913, das Dennis Feuerwehrauto aus Johannesburg (1927), den Bentley 4 ¼ von Donald Campbell (1937), den MGA Rodaster der Polizei (1960), den Austin A40 (1962), den Amphicar (1966). Es gibt hier ein Motorrad Velocette LE Mk II (1952), Fahrräder aus den 1880er Jahren, sogar ein Laufrad von 1817, ein Ner-A-Car Motorrad von 1924 und Sir Malcolm Campbell’s Bluebird Rekordwagen von 1935. Im schönsten Sonnenschein und jetzt auch in angenehmer Wärme fahre ich nach Morecambe, wo meine Unterkunft für heute nacht ist. Ich laufe noch in die Stadt, dem Strand entlang und esse eine Riesenportion Spare Ribs. Meine Zimmerwirtin ist rührend besorgt um meinen Scooter und bringt mir ein zusätzliches Schloss, damit ich ihn sicher an einem Pfosten anmachen kann.