30.05.2026 Thal SG – Pontcharra (F)

Ich fahre um 07:30 Uhr in Thal ab. Das Wetter ist etwas bedeckt und angenehm kühl. Ich nehme die Autobahn. In Winterthur halte ich beim Konradhof, wo ich Regula von Känel besuche. Von hier fahre ich wieder auf die Autobahn. Rund um Zürich hat es enorm viel Verkehr und von Zeit zu Zeit Staus. Die Weiterfahrt nach Bern ist auch mit viel Verkehr. In Härkingen kurz stehende Kolonnen. Um halb zwölf Uhr bin ich in Bern. In Mühleberg fahre ich von der Autobahn ab und auf der Landstrasse weiter. Es geht zügig nach Lausanne. Durch die Stadt zu fahren ist, zum Einen weil die Hauptstrasse im Stadtzentrum wegen eines Marktes gesperrt ist, aber auch wegen der vielen Lichtsignale mit langen Rot und extrem kurzen Grünphasen, mühsam. Die Weiterfahrt nach Genf am Seeufer entlang ist mehr ein Schleichen und in Genf wieder die gleiche Problematik mit den Signalen wie in Lausanne. Weil alle Autofahrer vor den Signalen am Handy herumtöggeln, kommen nur ein paar wenige durch, bis wieder rot ist. Für die 60km brauche ich so zweieinhalb Stunden. In Perly, vor dem Zoll, tanke ich nochmals und komme dann nach Frankreich. Bei Frangy muss ich über einen kleinen Pass fahren. Hier ist wesentlich wärmer und sonniger als in der Schweiz. Die Route führt mich über Aix-Les-Bains und Chambery nach Pontcharra. Ich komme an zahlreichen Wohnwagenlagern von Fahrenden vorbei. In Rumilly kaufe ich Wasser und einen Hamburger, bevor die Läden schliessen. Kurz nach dem letzten Nachtanken in Chambery steigt die Tankuhr aus. Sie zeigt nur noch Null an. In Pontcharra erreiche ich meine Unterkunft, die „Chambre Vue Chartreuse“. Sie wird von einer Frau mittleren Alters geleitet, welche mich nett empfängt und mir anbietet, den Scooter in ihre Garage zu stellen. Bevor ich einchecke, baue ich den Tankfühler aus. Leider muss ich bei der Kontrolle feststellen, dass er komplett kaputt ist, die Kontakte sind abgebrochen. So baue ich ihn ergebnislos wieder ein. Ab jetzt keine Tankuhr mehr. Ersatz dürfte sehr schwer erhältlich sein. Meine Gastgeberin zeigt mir ihren Wohnwagen; in den Sommermonaten vermietet sie die Zimmer ihres Hauses und schläft im Wohnwagen. Das ist ihr einziges Einkommen. Heute bin ich 469km gefahren.