Nur ungern verlasse ich das schöne Hotel Forum in Villa del Rio. Leider ohne Frühstück, alles ist noch geschlossen, lediglich einen Kaffee kann ich in einer Bar kriegen. Die Fahrt geht über kleine Strassen und endet, wie immer, auf der Autobahn. In Cordoba kann ich nicht umhin, von der Autobahn abzufahren. Ich fahre zur Mezquita Catedral und versuche erst erfolglos, ein Billett zu kaufen. Man will mir nur die geführte Tour, die 1.5 Stunden dauert, verkaufen und so viel Zeit habe ich nicht. Ganz am Ende sagt er mir, dass im Büro unten an derselben Strasse die Einzelbillette verkauft werden. Ich eile dorthin, kriege ein Billett und 10 Minuten später bin ich durch die Riesenschlange vor der Gepäckontrolle durch und stehe in der Mezquita Catedral. Die Orgel spielt. Es hat enorm viele Besucher. Die unzähligen Bögen und das gedämpfte Licht lassen erahnen, wie dieses Gebäude als Moschee war. Es hat Sonderausstellungen, eine davon recht unkritisch über das Turiner Leichentuch. Nach einer halben Stunde muss ich weiter. In Marchena halte ich bei Mercadona, kaufe mir einen „Salmorejo“, eine Art Gazpacho, und eine Schachtel mit etwas, was sich schliesslich als Pizzastück herausstellt – ich dachte, es sei ein Auflauf. Mittagessen im Park der Stadt. Der Salmorejo ist enorm füllend und liegt etwas schwer auf. Er hätte als Mittagessen völlig gereicht. Ich lasse Sevilla rechts liegen. Als ich bei El Palmar de Troya von weitem eine eigenartige Struktur sehe, halte ich an. Es ist die Basilica de Nuestra Madre del Palmar Coronada, die von 1977-2014 erbaut wurde und viele filigrane Türmchen aufweist. Offenbar handelt es sich bei den Erbauern um eine katholische Sekte. Hinein darf ich nicht, doch für ein Foto wird mir das Tor geöffnet. Punkt 16 Uhr komme ich planmässig in Chiclana de la Frontera an, wo ich bei einem Bekannten übernachten darf. Wir werden argentinisch essen gehen.





