Ich bereite mein Frühstück zu, lade den Töff und verlasse die „Villa Rosi“ um punkt acht Uhr morgens. Es ist so warm, dass ich von Anfang an ohne Töffjacke fahren kann. Es geht jetzt über Landstrassen, nicht mehr Autobahn. In El Jardin tanke ich nach und fahre wieder los. Nach fünf Kilometern merke ich, dass ich ja gar keine Handschuhe mehr trage. Ich fahre die fünf Kilometer zurück und kurz vor El Jardin finde ich meine beiden Handschuhe auf der Strasse – weil es so wenig Verkehr hatte, ist noch kein Auto darübergefahren. Ich stelle den Scooter ab und will die Handschuhe holen, doch der Ständer klappt weg und der Scooter stürzt in den Strassengraben. Erst hole ich die Handschuhe, dann muss ich den Scooter wieder aus dem Strassengraben stemmen. Nun will er nicht mehr anspringen. Eine Kontrolle zeigt, dass der Kerzenstecker beim Sturz lose gekommen ist. Ich stecke ihn wieder ein, starte und fahre weiter. In Villamanrique (Ciudad Real) halte ich und besuche die ganz massive Kirche, die Plaza de España und die Plaza Publica. Mittagessen – ein Sandwich mit Chorizo – im Parque de la Purisima in Almuradiel, ein grüner Fleck in der kargen Landschaft. Danach will mich das Navi wieder auf die Autobahn lotsen. Es geht durch den “parque natural despeñaperros“. Da verlasse ich die Autobahn und fahre auf kleinen, schmalen Strässchen durch den Nationalpark. Auch danach auf engen, holprigen Strässchen weiter. 50km vor Villa del Rio führen mich alle Navis wieder auf die Autobahn. Ich gebe auf und fahre diese letzte Strecke auf der Autobahn. Das Hostal Forum erweist sich als wahres Goldstück, modern eingerichtet, Klimaanlage, blitzsauber. Eine schöne Abwechslung nach der mässigen Unterkunft in Albacete. Ich schaue mir das schmucke Städtchen an. Das Museum „Casa de las Cadenas“ ist offen und ich besuche die Ausstellung. Das Personal ist begeistert, endlich einen Besucher zu haben und ein junger Mann quasselt mir den Kopf voll, obwohl die ausgestellten Bilder (von sehr unterschiedlicher Qualität) selbsterklärend sind. Es hat Bilder von Yolanda Marchante Serra, von Pedro Bueno Villarejo, von Beppo (Freda Marjorie Clarence), von Gines Liébana, sehr verstörende, apokalyptischen Bilder von Zamorano und als Highlight Bilder von Blas Moyano. Danach laufe ich bis zum Supermark, wo ich mich mit einer Flasche Wasser eindecke. Die Römerbrücke kann ich nicht erreichen, dies wäre nur über einen sehr langen Umweg möglich, obwohl sie eigentlich ganz nah ist. Die Geschäftspost, die ich per E-Mail erhalte, bringt mir viel Aerger in die Ferien.









