Ich stehe früh auf, hole den Scooter vom weit entfernten Parkplatz ab. Es gibt eine lange Diskussion mit dem Gardien, weil er mir nicht glauben will, dass ich bereits bezahlt habe, obwohl ich ihm die Quittung ja gegeben habe. Schliesslich lenkt er ein. Ich fahre durch die engen Gassen – die Einheimischen montieren die Spiegel ab, damit es besser geht – zum Hostel, esse mein Frühstück und lade mein Gepäck auf. Dann geht es durch die noch recht leeren Strassen Richtung El Jadida. Ohne Navi hätte ich den Weg nie gefunden. Das Wetter ist überhaupt nicht heiss, sondern kühl und bedeckt, eine Art Nebel hängt über der Landschaft. Die Strasse ist im Bau, es wird eine vierspurige Schnellstrasse gebaut. Somit hat es immer wieder Umleitungen, stellenweise fehlt der Belag ganz, dann wieder unglaublich schlechte Strassenstücke mit tiefen Schlaglöchern. In Boshan tanke ich nach, kurz danach kommt eine grössere Stadt, den Namen kann ich natürlich nicht lesen, und ich mache eine halbe Stunde Pause in einem Café. Mittagessen in der nächsten grösseren Stadt, es gibt Kichererbsen und Kuhkopf. Der Bub des Betreibers hat die Frechheit, mir 10 Dirham mehr als abgemacht zu verlangen. Der Vater toleriert dies, ich bezahle des lieben Friedens willen, doch als er plötzlich sogar das Doppelte will, winkt auch der Vater ab. Danach geht es weiter durch eintönige, flache Landschaft, bis kurz vor El Jadida, wo ich nochmals auftanke. In El Jadida finde ich das Maison d’hôtes de la cité Portugaise in der Cité Portugaise sofort. Ich werde nett empfangen und man weist mich in mein Nachtquartier, ein Zelt auf dem Dach, ein (eigentlich eine Blechhütte, die innen mit Stoff verhangen wurde). Ich laufe auf der Festungsmauer rund um die Cité Portugaise herum, dann laufe ich noch alle Strassen innendrin ab. Kirche und Moschee liegen Seite an Seite; das Minarett ist auf einen portugiesischen Turm aufgepfropft. Mit dem Bäcker plaudere ich die längste Zeit. Dann besuche ich den Souk und laufe bis zur Post, wo offenbar das Geschäftsviertel aufhört. Ich ziehe mich zurück ins Zimmer, schlafe etwas und laufe nochmals in die Neustadt, wo ich fürstlich esse, Hühnchen und Salat. Jemand, der mir meine Fahrbrille flicken kann, finde ich jedoch nicht, alle lehnen ab.

















