21.06.2026 Beni Mellal-Cascades d’Ouzoud-Demnate-Marrakesch

Der rührige Besitzer des Hotels Achokre macht mir ein perfektes Frühstück – Haferbrei, Omelette, dunkles Brot. Ich fahre durch Beni Mellal hindurch – eine grosse Stadt – und kann zu meiner Freude bei einer Tankstelle einen Oelwechsel machen lassen. Dann geht es Richtung Cascades d’Ouzoud. Die Strasse geht steil die Berge hinauf. Es hat eine Vielzahl verlassener und verfallener Paläste am Berghang. Ueber zwei Pässe und eine Brücke aus dünnen Blechplatten geht es, bis ich das Städtchen Ouzoud erreiche. Die Treppe zu den Wasserfällen ist gesäumt von Touristenläden und kleinen Restaurants, die happige Preise verlangen. Ich gehe ganz nach unten, bis zur Brücke, dann wieder mühsam hoch. Berberfrauen machen gestellte Fotos von sich vor den Wasserfällen. Diese liegen leider, wie schon letztesmal, im Gegenlicht. Oben hat es zahme Affen, welche die Touristen für Geld auf sich sitzen lassen können. Offenbar aber stehen die Affen unter Beruhigungsmitteln, denn sie sind völlig apathisch. Mittagessen bei einer Tankstelle, mangels Alternativen, allerdings eine recht gute, aber teure, Tajine. Demnate ist eine Enttäuschung. Man hat sich so viel davon versprochen, doch ist es eigentlich auch nur ein weiteres Städtchen mit einem schmucken Stadttor. Ich mache eine Runde zu Fuss und fahre dann weiter. Die Landschaft ist nun topfeben, es hat riesige abgeerntete Kornfelder. Die Kleie wurde in grossen Haufen auf den Feldern liegengelassen. In Marrakesch fahre ich mit dem Scooter durch die Altstadt direkt vor das Hostel. Diese sind allerdings wenig begeistert davon und so muss ich den Scooter auf einem bezahlten Scooterparkplatz (Parking Zefriti), weit weg vom Hostel, abstellen. Einmal mehr wurde zu Unrecht angegeben, es gebe eigene Parkplätze. Ich laufe in die Innenstadt, zur Jemma el Fna, kreuz und quer durch die Bazaare. An einem Ort esse ich einen Teller Linsen. Am Schluss laufe ich zum Hostel zurück (dass ich es in diesem Gassengewirr überhaupt finde!) und genehmige mir in der Nähe noch einen Salat, also heute wenig gesündigt.