22.07.2026 London

Da ich ganz früh dran bin und ich meinen Timeslot für das Science-Museum für 11 Uhr gebucht habe, laufe ich zu Fuss die rund sieben Kilometer dorthin. Ich komme immer noch zu früh an, so laufe ich erst zur Royal Albert Hall, dann zum Kensington Park, wo ich das Albert-Denkmal besuche, dann über die Strasse zum Hyde Park. Diesen laufe ich der Länge nach entlang und gelange zum Public riding ring des Household Cavalry Mounted Regiment, dessen Kaserne gegenüber liegt und schaue den exerzierenden berittenen Soldaten eine Zeitlang zu. Ich laufe zum Hyde Park Corner, dann hinauf bis zum Speakers Corner. Der ist völlig verwaist, nur der Kiosk ist offen, aber Speakers hat es keine mehr. Die verbreiten ihre wilden Geschichten wohl jetzt per Internet. Ich muss jetzt zurückeilen zum Science Museum, ich bin viel zu spät. Da ich fast renne, bin ich eine Viertelstunde später beim Eingang. Ich beginne im dritten Stock mit den Flugzeugen. Besonders interessant sind die Modellflugzeuge mit Dampfantrieb, die Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut wurden. Von hier aus arbeite ich mich durch zum zweiten Stock. Hier gibt es Radiotechnik und Informatik. Für den Rest rennt mir die Zeit davon. Ich eile noch ein wenig durch die Medizinabteilung und schaue mir im Erdgeschoss die grossen Dampfmaschinen an und die Autos, dann muss ich zur Bushaltestelle laufen, um den Bus C1 nach White City zu nehmen. Dort hole ich den Scooter nach gemachtem Oelwechsel ab. Die Leute von Central Bikes sind wirklich sehr nett, sie haben mir den Oelwechsel für 30 Pfund gemacht, das ist sehr wenig für England. Jetzt kann ich unbesorgt weiterfahren. Beim Queens Hostel stelle ich den Scooter ab, sichere ihn dreifach und laufe in die Uxford Road, um mein Nachtessen einzukaufen – Huhn, Bohnen und noch eine grosse Packung Grünkohl.