Es regnet. Ich lasse mir Zeit mit dem Abfahren. Um halb neun fahre ich ab. Im Moment regnet es nicht. Die Fahrt bis Fort Augustus ist angenehm. Dort tanke ich etwas verfrüht nach. Ich beobachte, wie ein Schiff durch eine der vielen Schleusen des Caledonian Canals fährt. Das ist sehr zeitaufwändig. Beim Commando Memorial in Lochaber halte ich und besuche die Gedenkstätte an die Commandos im zweiten Weltkrieg, die als Eliteeinheiten operierten und somit viele Verluste zu verzeichnen hatten. In Fort Williams nehme ich an einer Führung der Ben Nevis Distillery teil. Unsere Führerin ist eine Neuseeländerin. Bis zur Stammwürze ist das Verfahren identisch mit dem Bierbrauen: Die Gerste wird gekeimt, geschreddert, mit Wasser gemixt, erhitzt. Dann wird sie mit Hefe vergoren und mehrmals destilliert. Den besonderen Geschmack erhält der Whiskey erst mit dem Ausbauen im Fass, was mindestens drei Jahre und einen Tag dauern muss. Bei der Verkostung kann ich nicht gross mitmachen, da ich ja noch fahren muss. Schon während der Führung hat es begonnen, heftig zu regnen. Bei der Weiterfahrt wird der Regen immer heftiger. Einmal mehr kann ich kein Layby finden, als der Regen zu heftig wird, und muss im Regen noch einige Kilometer weiterfahren, bis ich das Regenzeug anziehen kann, da bin ich natürlich bereits völlig durchnässt. Ich muss einen gewaltigen Umweg nach Newtonmore machen, um nachzutanken. Um halb fünf Uhr komme ich im Pitlochry Backpackers Hostel an, wo ich sehr nett empfangen werde, meine Sachen in den Trockenraum hängen kann und mir sogar ein Frotteetuch gegeben wird, um meine nassen Sachen zu trocknen. Der Checkin ist problemlos. Ich plaudere lange mit den anderen Gästen, dann laufe ich zum Coop, um Milch zu kaufen. Nachher esse ich die Resten meines gestrigen Essens, die ich in einem Plastikbeutel mitgenommen habe und schreibe den Blog.











