Ich lese bis neun Uhr, dann will ich den Töff beladen. Doch böse Ueberraschung: In der Nacht haben Diebe versucht, den Töff zu stehlen. Das Lenkschloss haben sie geknackt (der Schaden dürfte gross und teuer sein), und meine schwere geschweisste Kette, mit der ich den Töff an die Velostangen gekettet habe, versuchten sie mit dem Sattelrohr eines Velos aufzubrechen, doch ohne Erfolg. Dabei haben sie den Stoffbezug der Kette völlig kaputtgemacht. Dass es zusätzlich noch ein Bremsscheibenschloss hatte, haben die Diebe nicht einmal bemerkt. Ich fahre zur Polizei, mache eine Anzeige, allerdings kriege ich nicht einmal einen Polizeirapport. Dann fahre ich los nach Bath. Dort besuche ich sehr kurz die Altstadt. Die römischen Bäder besuche ich nicht – in der Zwischenzeit ist der Eintritt auf GBP 36 für Senioren geklettert, viel zu viel für das Wenige, was es zu sehen gibt. Ich laufe noch zur Pulteney Bridge, dann muss ich weiterfahren, wenn ich um drei Uhr in Southampton sein will. Die Fahrt geht teilweise über schnelle Strassen und die Autos fahren viel schneller als in Kontinentaleuropa. Manchmal regnet es ein wenig. Mittagessen vom Lidl, muss ich leider auf einem Schnellstrassenparkplatz essen, während vor mit RAC einen liegengebliebenen Hyundai abschleppen muss. Um halb drei Uhr bin ich in Southampton beim „Gudjohnson Travellers and Holiday Homes“. Der Check-in geht ohne Formalitäten. Ich binde den Scooter an einen Stahlzaun an. Dann laufe ich über die Itchen-Brücke ins Zentrum, das rund drei Kilometer entfernt ist. Ich komme an den Ruinen der Holyrood Church vorbei (im zweiten Weltkrieg zerstört), an der St. Michaels Church, am mittelalterlichen Bargate, laufe auf der Above Bar Street, besuche das West Quay Shoppingcenter, komme an Teilen der ehemaligen Stadtmauer vorbei, an ehemaligen Festsaal der Burg von Southampton, an den Arcades (der Stadtmauer), ein einem Nachbau eines mittelalterlichen Frachtschiffes, am Westgate und gelange zum Mayflower Park, der eigentlich nur noch aus einer völlig vertrockneten Grasfläche und ein paar eingezäunten Spielplätzen besteht. Am „Duke of Wellington Pub“, im Tudorstil, zum „Tudor House“ und dann zurück über die Itchen-Brücke. Das Wetter hat zugemacht, es ist diesig.



















