Ich gehe aus dem Haus, laufe zur Tramhaltestelle Port du Rhin und nehme das Tram D bis zur Langstross. Dort steige ich aus und besichtige die Kathedrale (1180-1439), die sehr eindrücklich ist. Es hat eine reich verzierte Säule (Engelspfeiler), eine astronomische Uhr mit vielen Funktionen, sowie die grösste Bibelseite der Welt, welche im Mittelschiff aufgehängt ist. Neben der Kathedrale steht das reich mit Schnitzereien verzierte Kammerfeld-Haus. Für den Znüni kaufe ich zwei Kleinigkeiten im Auchan, im Wert von EUR 1.34. Nach dem Hinausgehen merke ich, dass das Bestätigungs-SMS für die Kreditkartenzahlung nicht kommt. Ich kehre zurück, doch im Moment ist niemand mehr da, der mir helfen kann. Ich besuche den Place Gutenberg, die Place Kléber, laufe dem Canal du Faux-Rempart entlang, sehe die Écluse B de la Petite France im Betrieb, laufe über die Ponts Couverts und gelange zum Barrage Vauban. Im Durchgang sind Gipsfiguren gelagert; vom Dach aus hat man eine wunderbare Aussicht über die Ponts Couverts und die Petit-France. Ich laufe durch das Quay des Moulins in Petit-France, wo sich die Riegelhäuser aneinanderreihen (und die Touristen Schulter an Schulter stehen). Nun muss ich die Sache mit der fehlerhaften Zahlung regeln. Ich kehre zum Auchan zurück und – ich muss fast sagen zwinge – die zuständige Person, mir eine Zahlung von EUR 1.34 einzurichten. Doch die Kreditkarte wird vom System verweigert. So zahle ich bar und bin mein schlechtes Gewissen los. Dann kaufe ich mir noch ein Sandwich für den Zmittag. Mein nächster Besuch gilt der Eglise Saint-Thomas. Sie wird durch das prunkvolle Grabmal von Moritz von Sachsen in der Apsis dominiert. Ich komme am Poêle de la Corporation du Miroir (Zunfthaus der Spiegelmacher) vorbei und gelange zur Eglise Protestante Saint-Pierre-le-Jeune. Sie hat einen reich verzierten Lettner mit Orgel, sowie auf der Stirnseite sehr gut erhaltene Fresken. Eines davon zeigt den Einzug der Nationen. Auch der Kreuzgang des ehemaligen Klosters ist perfekt erhalten. Mein nächster Stopp ist das Palais de Justice und die Eglise Catholique de Saint-Pierre-le-Jeune. Ich gelange zur Place de la République, wo vor Allem das Palais du Rhin sehr imposant ist. Die Place selbst ist als Park ausgestaltet, mit einem Kriegsdenkmal in der Mitte. Noch einmal laufe ich Richtung Innenstadt und besichtige Tomi Ungerers Janusbrunnen, der einen Januskopf mit einem Aquaedukt kombiniert. Jetzt laufe ich Richtung Europaquartier. Dabei komme ich an der (geschlossenen) Synagoge de la Paix vorbei. Das Gebäude im Stil der 70er Jahre wirkt nicht besonders einladend. Es wird von der Polzei stark bewacht. Nach längerem Marsch gelange ich zum Europäischen Parlament, einer riesigen Struktur aus Stahl und Glas, dann zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), mit seinen zwei tonnenförmigen Vorbauten, und schliesslich zum Gebäude des Europarats. Gleich daneben liegt der Parc de l’Orangerie, den ich besuche. Es hat tatsächlich noch eine Orangerie, diese scheint aber nicht mehr in Gebrauch zu sein. Die Blütenpracht davor ist aber wunderbar. Weiter hat es einen grossen Teich mit einer Halbinsel, auf der es zwei künstliche Wasserfälle gibt. Schliesslich besuche ich noch den botanischen Garten der Universität. Besonders eindrücklich ist das Tropenhaus, wo die dichte Vegetation undurchdringlich scheint. Durch das riesige Universtätsgelände laufe ich Richtung Jugendherberge. Zufällig finde ich einen Auchan, wo ich mein Nachtessen einkaufe. Als ich die Jugenherberge Deux Rives zurückkomme, ist mein Spint aufgebrochen. Es fehlt zwar nichts, aber mein Vorhängeschlössli ist kaputt. Das ist blöd, weil ich nur dieses habe. Zudem wirft es ein schlechtes Licht auf meine Zimmerkollegen, denn jemand anders kann es ja wohl kaum gewesen sein.



































