21.08.2025 Kopenhagen-Sjølund

Ich bin schon um halb acht Uhr abreisefertig, aber ich muss bis acht Uhr warten, denn die Tiefgarage, in der mein Scooter steht, öffnet erst dann. Der Himmel ist mit Wolken bedeckt, doch es regnet nicht. Ich hole den Scooter aus der Tiefgarage und fahre ihn vor das Hostel, wo ich ihn belade. Dann fahre ich ab, durch den dichten und völlig chaotischen Veloverkehr Kopenhagens. Jederzeit muss man mit allem rechnen, denn die Velofahrer sind nicht an die Verkehrsregeln gebunden und einige nützen dies auch voll aus. Die Route ist wieder einmal so, dass es kaum längere Strecken als acht Kilometer gibt, auf denen man ohne Abbiegen fahren kann. Und die unzähligen Lichtsignale! Alle paar hundert Meter steht wieder eines. In Skibby tanke ich nach und spanne und fette die Kette, was allerdingendst nötig war. In Korsör tanke ich nochmals auf – ich möchte nicht auf der Brücke ohne Benzin liegenbleiben. Es geht auf die lange Storebaeltsbroen, welche Fünen und Seeland verbindet. Die Maut ist beträchtlich – 120 Kronen für das Motorrad. Der Hängebrückenteil ist 1624 Meter lang und somit eine der längsten der Welt. Die Fahrt war recht interessant, aber anhalten, um zu fotografieren, kann man nirgends, die Brücke gilt als Autobahn. In Nyborg muss ich in drei Supermärkten suchen, bis ich ein Halbliterpack Milch finde – teurer als ein Literpack. Das Mittagessen verzehre ich auf einem Bänkli bei einem Ententeich wobei mir die Enten interessiert zuschauen und jeden Brocken, der herunterfällt, schnappen. Es geht weiter auf schnellen Strassen, jetzt mit weniger Abbiegungen. Durch Odense muss ich durchfahren und es hat ziemlichen Stau. In Middelfart muss ich nochmals nachtanken. Ständig droht Regen, aber ausser ein paar Spritzern bleibt es trocken, trotz der Regenwolken am Himmel. Es geht durch Kolding durch, bis ich nach Sjølund gerate, genauer gesagt, das Navi führt mich um Sjølund herum und ich gelange um halb vier Uhr zu meiner sehr abgelegenen Unterkunft. Es ist eine neu renovierte Wohnung in einem älteren Haus, allerdings ohne Dusche und Küche! Ich bin viel zu müde für weitere Erkundungen, so dass ich nicht mehr ausgehe.