Wieder eine schlimme Nacht mit ganz viel Ischias. Als ich die Schmerzen endlich nachlassen, läutet schon der Wecker. Ich muss mich bereitmachen für die Exkursion in den Doñana Nationalpark. Ich laufe zum gestern ausgekundschafteten Büro des Nationalparks und der Tourbus steht schon da, ein Iveco 4×4 mit Sandreifen. Ich habe den besten Platz im Bus, ich darf neben dem Fahrer, „Nacho“, sitzen. Er wird mir, wenn ich etwas nicht verstehe, die englische Version mitteilen. Viel muss ich das allerdings nicht beanspruchen. Wir lernen erst über die „Romeria“, bei der das 900-Seelen-Städtchen für ein paar Tage 1.5 Millionen Einwohner hat, wenn ich das richtig verstanden habe. Dann fahren wir in den Nationalpark ein. Es gibt erstaunlich wenig zu sehen: Ein paar Hirsche, Vögel, die wir auch in der Schweiz kennen, Hasen und ein kleiner Uhu. Das Ziel der Exkursion mitten im Park ist das Besucherzentrum, das einen völlig verwahrlosten Eindruck macht und das wir auch nicht betreten. Rund ums Besucherzentrum herum hat es noch flaches Wasser, was zu dieser Jahreszeit schon an vielen Orten wieder ausgetrocknet ist. Für das Mittagessen hole ich mir nochmals etwas vom Traiteur – Spinat und Thunfisch. Dann laufe ich los, auf eine 12.5km Wanderung mit Komoot. Es geht wieder in den Nationalpark hinein und zum Teil auf den gleichen Sandpisten, auf denen ich schon mit dem Tourbus war. Wo immer es geht, versuche ich in den lichten Pinienwäldern zu laufen, um etwas Schatten zu haben. Das Vorwärtskommen im weichen Sand ist mühsam und jetzt spüre ich den Ischias auch tagsüber, es wird täglich schlimmer. Gegen Ende zu finde ich noch einen toten Hirsch. Gleich daneben einen grossen, schwarzen Hund. Hat er wohl den Hirsch gerissen? Allerdings liegt der wohl schon ein paar Stunden hier. Nach etwas mehr als drei Stunden komme ich wieder zu meiner Unterkunft, wo ich eine Stunde lang die Grassamen aus meinen Socken zupfe und den Sand aus meinen Schuhen klopfe. Für das Abendessen kaufe ich Wasser, Brot und eine Fuet vom Supermarkt. Schliesslich hatte ich ein grosses Mittagessen.











