14.06.2026 Tanger-Amsa

Als um acht Uhr früh immer noch alle schlafen, bereite ich mir mein eigenes Frühstück und fahre los. Es ist kühl. Ueber die Berge geht es zum riesigen Hafen Tanger Med, dann über einen Pass Richtung Fnideq. Auf einer Doppelspur steht ein Auto verkehrt zur Fahrtrichtung; es hat mit dem linken Vorderrad die Mittelabschrankung erwischt, worauf es ihm die Achse zerdeppert hat. Von Fnideq dem Meer entlang nach Tetouan und schliesslich nach Amsa. Nach einigen Komplikationen – das Navi zeigt mir die Position von Ahmed nicht genau an – finden wir uns. Ich werde herzlich empfangen und wir haben uns nach langer Zeit sehr viel zu erzählen. Er hat hier ein schönes, fünfstöckiges Einfamilienhaus mit allen Annehmlichkeiten. Seine Frau, Khadija, hat uns eine riesige Portion Seffa Medfouna gekocht. Dann fahren wir erst nach Ain Zarka, wo ein ehemals natürliches, unterdessen völlig ummauertes, Wasserbecken unten an einem grossen Felsen liegt. Wir gehen etwas trinken und beim Herausgehen vergesse ich meinen kleinen Tagesrucksack. Das merke ich erst, als wir fast wieder beim Parkplatz sind und ich muss die ganze Strecke zurückrennen und ihn holen. Beim Herausfahren herrscht ein riesiger Verkehrsstau, weil ein Lastwagen die Strasse blockiert. Danach besuchen wir die Medina und insbesondere den Souk von Tetouan, was sehr eindrücklich ist, da der Souk riesige Ausmasse hat. Wir kommen auch am Königspalast vorbei. Mit dem Taxi fahren wir zurück zum Parkplatz des Autos – es kostet gerade mal umgerechnet einen Franken, wohlgemerkt für drei Personen. Nun besuchen wir noch die Eltern von Khadija. Die Mutter hat Harira, die Nationalsuppe von Marokko gekocht, was sehr gut schmeckt. Dazu gibt es Feigen vom eigenen Feigenbaum. Todmüde kehren wir spätabends nach Amsa zurück.