15.06.2026 Amsa-Chefchaouen

Ich stehe früh auf. Ahmed offeriert mir ein Frühstück mit Haferflocken. Dann gehe ich wieder nach oben, , um den gestrigen Blog zu schreiben. Diesen stelle ich online, dann gehe ich nach unten und und wir plaudern. Khadija offeriert ein zweites Frühstück, ein reich gedeckter Tisch. Noch einmal essen wir zusammen. Um 11:30 Uhr muss ich mich verabschieden. Ich belade den Töff und fahre los. Es geht dem Meer entlang. In Oued Laou biege ich rechts ins Inland ab. Es geht durch schöne Berge, beziehungsweise den Parc National de Talassemtane. Unten im Tal fliesst ein Fluss. Ich komme an einem Wasserkraftwerk vorbei. Es gibt bizarre Felsformationen. In Chefchaouen stehen zwei Dampfwalzen an der Strasse; ich halte kurz an für ein Foto. Ich parke vor dem Centre Artisanale und ein Guide führt mich zum Hostel „Dar Antonio“. Dort werde ich freundlich empfangen und erhalte ein schönes Einzelzimmer. Das ganze Hostel ist sehr originell, auf sechs Stockwerken, winzige Zimmerchen, dafür eine Dachterrasse. Nun durchkämme ich die „blaue Stadt“ Chefchaouen kreuz und quer. Ueberall sind Souvenirhändler, die einem etwas verkaufen wollen. An einem Ort verkaufen Sie „Gewehre“, die Läufe sind aus Elektroconduits gemacht. Hüte mit farbigen Pompons auf der Krempe werden überall angeboten. Die Häuser sind unten blau, oben meist weiss gestrichen. Das Dorf ist an einen steilen Hang gebaut, weshalb steile Treppen nach oben führen. Ein Souvenirhändler versucht mir zu erklären, dass die Form der Türen die Religion bezeichne. Juden hätten angeblich Türen, die oben rund sind. Wenn das wahr ist, gab es hauptsächlich Juden in Chefchaouen. Später schlage ich das auf Chatgpt nach und es stimmt eben nicht: Die Türform und die Religion der Hausbewohner haben keinen Zusammenhang. Im Stadtzentrum kaufe ich ein Gemüsesandwich für 10 Dirham. Der Alcazar kostet für Fremde einen enorm hohen Eintritt und es gibt, wie ich überblicksmässig feststelle, nichts Interessantes drin, weshalb ich den Besuch sein und den Billettverkäufer weiterschlafen lasse. An einem Ort hat es eine Tafel: „Danger!! Overtourism“ und ich kann das gut nachvollziehen. Ein Büsi mit seinem Wurf haust in einer Pappschachtel. Am Abend laufe ich zur Bergmoschee hoch, doch von hier hat man die Stadt im Gegenlicht. Schliesslich kehre ich ins Hostel zurück, esse nochmals ein Gemüsesandwich und beginne mit dem heutigen Blog.