25.06.2026 Casablanca-Rabat

Ich versuche, möglichst spät aufzustehen und trinke dann noch einen Kaffee im Café nebenan. Jetzt muss ich noch den Morgen irgendwie verbringen, weil ich nicht lange vor vier Uhr in Rabat ankommen will. Ich laufe los, komme am „Carl-Ficke-Platz“ vorbei und besuche die im Stil der 60/70er Jahre gebaute „Eglise Notre-Dame de Lourdes de Casablanca“, welche sogar offen ist und schöne Glasfenster hat. Auf dem Vorplatz hat es sogar eine Lourdes-Grotte. Danach besuche ich noch den „Parc Issesco Murdoch“, der zur Hälfte aus Sportanlagen besteht. Auf dem Rückweg komme ich am Palast des Königs vorbei, wobei der wachhabende Soldat darauf besteht, mit meinem Handy Bildli von mir vor dem Tor zu knipsen. Danach laufe ich noch bis zur Moschee Mohammadi. Jetzt muss ich pressieren, um rechtzeitig auszuchecken. Ich lade mein Töffli und fahre los, durch den Verkehrsmoloch von Casablanca. In den Aussenquartieren hat es für die Lastwagen eine eigene Fahrspur! In Mohammedia halte ich bei einem Restaurant und bestelle eine Tajine mit Hackfleisch. Das stellt sich als Hackfleisch mit Ei gemischt, aber ohne Gemüse heraus. Immerhin ist es recht schmackhaft. Die palmengesäumte Strasse geht jetzt dem Meer entlang, doch es ist wieder ein Verkehrsmoloch. Wiederum gigantische Einkaufszentren. Bis Rabat kommt auf meiner Strassenseite keine Tankstelle. Kurz vor meinem Ziel, in der Innenstadt, finde ich dann die erste Tankstelle, wo ich nachtanken kann. Mein Hostel stellt sich mitten im Souk heraus. Unverständlich wieso die angeben, sie hätten Parkplätze. Ich stelle den Scooter ab und will an die Türe klopfen, doch dem Händler nebenan passt das gar nicht und er nötigt mich, den Scooter wegzustellen. Ich stelle ihn weit weg, aber wiederum nicht auf einen Parkplatz, da ich keinen finden kann. Dann laufe ich zurück zum Hostel und klopfe an die Tür. Ich könne den Scooter in die Eingangshalle stellen, wird mir gesagt. So hole ich ihn wieder und mit gemeinsamen Kräften hieven wir ihn in der engen Gasse über die hohe Schwelle in die Eingangshalle. Allerdings stellt sich mein Schlafsaal alles andere als angenehm heraus: Er ist mit Betten vollgestellt, nicht einmal das Gepäck kann man unterbringen. Der Gemeinschaftsraum wird von den Betreibern fast vollständig beansprucht, so dass es absehbar ist, dass dieser Aufenthalt wohl nicht sehr angenehm werden wird. Nirgends kann man ruhig sitzen und Tagebuch schreiben, auch weil es viel zu wenige Steckdosen hat. Ich gehe wieder aus dem Haus, lasse mir das Haar schneiden, wandere durch die Souks. Ein Fischsandwich tut mir gar nicht gut und so kaufe ich etwas Bananen, um die Verdauung wieder etwas zu beruhigen.