Heute habe ich Rückenweh und Ischias. Es ist besonders heiss, 41° im Schatten. Ich laufe die zwei Kilometer ins Stadtzentrum und besuche die Area Arqueologica de Morerías, die Ueberreste von herrschaftlichen Häusern aus der Römer-, Visigothen- und Islamischen-Zeit. Interessant ist, dass der grösste Teil der Fundfläche von einem riesigen Regierungsgebäude überbaut worden ist, dieses wurde jedoch auf Stelzen gesetzt, so dass die Ausgrabungen nach wie vor besichtigt werden können, wenn auch mit Einschränkungen. Danach laufe ich den Puente Romana bis etwa die Hälfte und zurück, auch kurz in den Parque de la Isla (Flussinsel-Park), welchen man von dieser Brücke aus erreichen kann. Von der Brücke aus sieht man zahlreiche Wasserschildkröten, aber auch viel Unrat, der im Fluss liegt. Dann besuche ich die Alcazaba, die islamische Festung. Die Umgebungsmauern sind noch vollständig erhalten, aber vom Innenleben ist nur noch der erste Stock eines Turms erhalten. In seinem Fundament ist ein Gang zu einem Treppenbrunnen, in dem heute Goldfische schwimmen. In der Festung sind auch Fundamente von römischen Häusern gefunden worden. In christlicher Zeit wurde in eine Ecke der Alcazaba ein Kloster eingebaut, heute ein Verwaltungsgebäude. Ich laufe Richtung Mithräum, komme dabei an der Stierkampfarena vorbei (Plaza de Toros). Im Mithräum gibt es wiederum zahlreiche Ueberreste römischer Häuser, viele mit sehr schönen Mosaikböden. Zudem gibt es ein privates Badehaus. Ein paar hundert Meter entfernt gibt es noch eine römische Nekropole, mit zahlreichen Grabsteinen und zwei Mausoleen. Mein nächster Besuch gilt dem Theater und Amphitheater. Beide sind gut erhalten und das Theater wird sogar noch benutzt. Es ist schon nach zwölf Uhr und ich möchte zu Mittag essen, aber die spanischen Restaurants bieten erst ab 13 Uhr oder noch später während einer ganz kurzen Zeit Mittagessen an. So esse ich im „VIPS“ Restaurant eine ganz anständige Mahlzeit. Dann laufe ich Richtung Zirkus Maximus, wobei ich noch am Aquädukt von San Lazaro vorbeikomme. Vom Zirkus Maximus ist fast nichts mehr übrig, nur noch die Rennstrecke und der Mittelteil. Die Ränge sind vollständig zerfallen. Nun laufe ich zum „Museo Nacional de Arte Romana“. Der Eintritt ist frei, das Museum ist so halbfertig, man kann nicht alle Stockwerke besichtigen. Unten hat es viele Bruchstücke von Statuen, aber auch Mosaike andere Fundstücke. Im ersten Stock sind die kleineren Exponate untergebracht, wie Schmuck und Keramiken. Ich laufe noch zur Plaza España und besuche das Museum für visigothische Kunst. Das Museum ist in einer ehemaligen Kirche untergebracht. Man sieht deutlich, wie die Qualität der Kunst seit der Römerzeit nachgelassen hat, alles ist etwas schief und schräg, nicht mehr so genau und geometrisch. Nun laufe ich durch die Flussinsel-Parks Richtung meiner Unterkunft, biege dann aber ab, um noch meine letzte Besichtigung vorzunehmen, den Aquaedukt der Wunder (Acueducto de los Milagros). Dieser ist noch besser erhalten als der vorherige, aber auch hier ist von der Wasserrinne gar nichts mehr vorhanden. Zum Nachtessen kaufe ich in der Mercadona Vollkornbrot, Serranoschinken und einen Salmorejo.

























