Wache früh auf, frühstücke, dödle noch ein wenig auf Youtube herum, bis es Zeit ist, in die Stadt zu gehen. Diese ist wie ausgestorben. Alle Läden sind zu, es gibt kaum Leute auf der Strasse. Ich laufe zur Praza Saco y Arze, dann zur Praza Burgas, wo an zwei Orten aus Brunnen das heisse Wasser läuft, allerdings ist es so heiss, dass man sich fast die Hände daran verbrannt. Das Badebecken ist aber, aus offensichtlichen Gründen, nicht in Betrieb. Es ist schon 33° warm und da wäre ein heisses Bad nicht angebracht. Ich komme zur Praza Bispo Cesareo, wo es einen grossen „Ourense“-Schriftzug hat und ein Brunnen in einem schönen kleinen Park steht. Auf der Praza Maior ist gerade ein Flohmarkt im Gange. Ich komme an der Igrexa Santa Maria Nai vorbei und der Igrexa Santa Eufemia, wo gerade ein Gottesdienst stattfindet. Der Xardin Padre Jeronimo Feixoo ist offenbar der Platz, wo alle Hundehalter ihre Tiere versäubern lassen, so erkunde ich ihn nicht weiter. Ich gelange zur Praza do Ferro und dann zur Kathedrale, wo gerade die Leute zum Gottesdienst einlaufen, ich schliesse mich an und habe so die Möglichkeit, die Kathedrale kurz zu besichtigen. Hinter der Kathedrale befindet sich die Praza do Trigo. Ich finde auch die breite Treppe, die zu einer geschlossenen Türe der Kathedrale hinaufführt. Daneben ist das Touristenbüro, doch alles, was sie mir zur Besichtigung empfehlen, habe ich bereits besucht. So laufe ich auf der Rua do Paseo, kreuze die mit Rollbändern versehene Rua da Concordia, besuche den Parque San Lazaro und überquere den Rio Miño auf einer namenlosen Fussgängerbrücke. Ein paar Treppen überwinde ich mit dem „Ascensor Inclinado Rua Rosalia de Castro“, einem Schräglift. Auf der Avenida Santiago laufe ich Richtung Cudeiro. Dort, wo mir Google Maps Cudeiro verortet, bin ich aber noch nicht da. So laufe ich noch ein paar Kilometer, bis ich nach Cudeiro komme. Beim Kirchplatz, der Praza A. Turreiro, halte ich kurz und mache Fotos. Ueber den Camiño Real de Cudeiro gelange ich wieder zur Avenida Santiago. In einem zufällig offenen Traitergeschäft kaufe ich mir ein Mittagessen, das ich auf der Praza da Mariña verzehre. Diesmal laufe ich über die alt erscheinende Ponte Vella zurück ins Stadtzentrum. Die futuristische Ponte do Mileñio kann man von hier aus gut sehen. Am anderen Ende der Brücke hat es ein weiteres, trockengelegtes Thermalbadebecken. Ich besuche den mit Baustellen durchsetzten und wenig gepflegten Parque Miño und laufe dann auf der Rua do Paseo bis zur Rua da Concordia, wo ich jetzt die Rollbänder ausprobieren kann. Weiter oben, im steileren Teil, sind es dann Rolltreppen. Oben angelangt, laufe ich zum Mirador, von wo aus man eine schöne Aussicht über die Stadt hat. Dann laufe ich zurück zum Hostel. Nach zwei Ruhestunden – es ist 39° heiss – scheitert ein Besuch bei Mercadona, weil sie entgegen den Angaben in Google Maps geschlossen ist. Schliesslich wird mir ein kleiner, von Muslimen betriebener Coviran in der Nähe empfohlen, wo ich tatsächlich Tiefkühlgemüse und Wasser für mein Abendessen kaufen kann.



















