07.07.2026 Santiago de Compostela-Finisterre-A Coruña-Mañon

In der Nacht hatte ich Verdauungsprobleme. Am frühen Morgen gab es zudem einen gewaltigen Temperatursturz. Früh fahre ich in Santiago de Compostela ab, begleitet von den guten Wünschen des Hostelbesitzers. Es nieselt und der Himmel ist mit Nebel bedeckt. Ich fahre Richtung Finisterre. Immer wieder fallen mir die „Horreo“ genannten, schmalen Getreidespeicher auf, die die Leute in Ihren Gärten haben, manchmal sogar auf einer Garage oder einem Schuppen obendrauf. Das Wetter bessert sich leider nicht, es nieselt immer wieder und es ist recht kalt. Kurz vor Finisterre sagt mir das Navi, ich sei angekommen, doch wieder mal ist es eine völlige Fehlleistung. Ich weiss ja in etwa, wo Finisterre liegt. Dafür hat es hier einige schöne Horreos. Vor Finisterre hat es einen Rastplatz, wo man vor dem Schriftzug „Fisterra“ (galizisch für Finisterre) Fotos machen kann, und das mache ich natürlich auch. Ich fahre dann durch das Städtchen hindurch bis zum Leuchtturm, wo ich den Töff abstelle und noch bis vor den Leuchtturm laufe. Danach wird das Gelände zu steil und zu gefährlich. Ich fahre noch auf den Monte da Facho, wo ich über einen holprigen Weg bis zu den „Piedras Sagradas“ fahre, angeblich heilige Steine, wo es eine Marienerscheinung gegeben haben soll. Nun fahre ich weiter. In Vimianzo kaufe ich in einem Supermarkt Krabbensalat und Aufschnitt für das Mittagessen. Dieses kann ich allerdings – mangels notwendigem Bänkli im Schatten – erst in Bormoio, auf dem Kirchplatz, verzehren. In A Coruña wieder dasselbe Problem wie in Vigo, man kann das Motorrad nirgends gut abstellen. Immerhin kann ich durch den steilen Tunnel der Stadt hindurchfahren, zweimal sogar, denn das Navi heisst mich umkehren. Die Weiterfahrt muss jetzt zügig vonstatten gehen, denn ich möchte mal ankommen. Kurz vor meinem Ziel erblicke ich die vielen Windkraftwerke und tatsächlich, das Albergue o Abeiro de Mañon ist mittendrin im Parco Eolico da Serra da Panda. Ich checke ein und lasse mir einen Spaziergang erklären. So laufe ich in diesem Parco Eolico bis zum Mirador, von dem aus man das Meer sehen kann, heute aber nur verschleiert wegen dem Nebel. Immerhin ist es hier etwas wärmer wie in Finisterre. Es plagt mich immer noch die Erkältung. In Finisterre habe ich mir ein Hustenmedikament gekauft. Ich hoffe sehr, dass es wirkt. Doch jetzt fängt auch die Nase wieder zu laufen an. Und bei diesem plötzlich kalten Wetter…