08.07.2026 Mañon-Gijjon

Die Grippe hat mich wieder voll im Griff und macht jetzt eine zweite Runde, diesmal viel heftiger. Trotzdem muss ich abfahren, das schöne Hotel verlassen und mache mich auf den Weg nach Gijon. Ich habe noch eine bessere Alternative als der von iGo vorgeschlagene Weg gefunden, damit sollte ich nicht vor 14 Uhr in Gijon ankommen. Es ist neblig und kalt. Die Kornspeicher in den Gärten der Häuser werden viel grösser, sie sind jetzt quadratisch, nicht mehr länglich. In Viveiro halte ich kurz an der Playa de Covas. In Luarca muss ich durch die schöne Altstadt fahren. Nach Caroyas muss ich eine falsche Abzweigung genommen haben, jedenfalls geht es in die Berge. Es ist zwar wunderschön, doch die Strassen sind voller Löcher und kaum befahren und Nebel hängt an den Bergwänden. Ich schaue wieder häufiger aufs Navi und entdecke eine Abkürzung. Diese nehme ich und lande auf der Autobahn. Von der fahre ich wieder ab, kaufe mir im Supermarkt in Soto del Barco eine Fuet und ein Brötchen, würge das blitzartig herunter und fahre weiter, denn so langsam geht mir der Tag verloren, ich möchte ja noch etwas von Gijon sehen. So fahre ich wieder auf die Autobahn und bin 20 Minuten später in Gijon, wo ich mich noch bis zu meiner Bleibe, dem Boogalow Hostel, durchkämpfen muss. Den Töff stelle ich auf eine freie Stelle zwischen einer Einfahrt und dem Trottoir. Der Check-in geht rasch und das Hostel macht einen guten Eindruck. Ich laufe zuerst zum Casco Antiguo, wobei von der Altstadt nur noch sehr wenig übrig ist. Offenbar wurde Gijon im spanischen Bürgerkrieg schwer beschädigt. Ich gehe vorbei an der Iglesia de San Pedro Apostol und der Antigua Pescaderia Municipal, gelange zur Plaza Mayor, der Casa Consistorial, der Plazuela del Marques, dem Palacio Revillagigedo, Colegiata de San Juan Bautista und der 1904 erstellten Bateria Alta de Santa Catalina. Danach laufe ich ins moderne Stadtzentrum, zum Mercado, zur Plaza de Europa, zu den Jardines de Begoña, besuche die im 20. Jhdt gebaute Iglesia de San Lorenzo und kaufe im Supermarkt ein bescheidenes Nachtessen ein. Dieses deponiere ich im Hostel, dann laufe ich zur Iglesia de San Pedro Apostol, die jetzt geöffnet hat, besuche sie. In der Capilla del Stma. Sacramento Panis Vitae, die hinter dem Altar steht, hat es ein interessantes Mosaik. Mein nächster Besuch gilt dem Museo de las Termas Romanas de Campo Valdes, das gleich neben der Kirche liegt. Hier wurde eine komplette römische Therme ausgegraben, natürlich sind nur noch die Fundamente übrig. Danach wurde alles mit einem Betondeckel abgedeckt, so dass es jetzt ein Museum ist. Die Hypocausten sind z.T. noch gut erhalten. Der Schnupfen wird immer stärker, so dass ich noch ein Schnupfenmittel kaufen muss. Ich trage schon eine ganze Apotheke mit mir rum, trotzdem geht es mir immer schlechter. Ich besuche noch die recht neue Basilica del Sagrado Corazon. Ein potthässliches Gebäude, das sich an keinen bekannten Stil anlehnt, jedoch mit wunderschönen Glasmalerei-Fenstern. Schliesslich spaziere ich trotz Krankheit noch auf dem lungomare, hier „Ezcurdia“ genannt. Nun zwingt mich mein Gesundheitszustand zurück ins Hostel, wo ich mir mein scheussliches, aber kohlenhydratfreies Nachtessen mache.