Da ich erst um fünf Uhr ankommen sollte, habe ich noch etwas freie Zeit. Ich laufe zum Jardin des Plantes. Das ist ein wunderschöner, gepflegter botanischer Garten. Der Eintritt ist frei! Ueberall wurden kleine Bäche und Teiche angelegt, es plätschert von allen Seiten. Lustige Figuren wurden eingebaut: Das „Dormaron“ (eine schlafende Comicfigur), le Passeur (ein Kopf mit Armen zu beiden Seiten des Teichs), le Fileur (eine Figur, welche den grünen Strich in den Händen hält). Es gibt ein Denkmal für Jules Verne, leider nur eine Kopie aus Beton, die Bronzebüste wurde 1945 gestohlen. Das Palmenhaus ist leider geschlossen, doch das Kakteenhaus ist offen. Eine übergrosse Sitzbank ist so hoch, dass man unten durchlaufen kann. In einer Voliere werden witzige Hologramme gezeigt, das oeuvre von Pierrick Solin heisst „Hortulanus Mirabilis“. Nun muss ich zurück zum Hostel, hole mein Gepäck aus der Gepäckkammer, lade den Töff auf und fahre ab. Es ist heute nicht heiss und es regnet nicht wie angedroht. Die Fahrt ist wunderbar, das Wetter ist gerade recht und heute muss ich nicht alle 200 Meter wegen einem Verkehrskreisel navigieren. Beim Super U in Vallons-sur-Erdre tanke ich nach und kaufe gleich noch etwas zum Essen. Ich verzehre es, mangels anderer Gelegenheiten, gleich auf dem Parkplatz. In Pouancé halte ich bei der Festung, von der noch einige Mauern vorhanden sind. Sie galt der Stadt Châteaubriant, die auf der bretonischen Seite war. Es geht weiter durch abgemähte Weizenfelder und wachsende Maisfelder. Um halb sechs Uhr komme ich in Caen an, wo mich meine Gastfamilie bereits freundlich erwartet. Ich kriege ein wunderschönes Zimmer mit modernster Dusche/WC. Rasch muss ich noch zu Leclerc einkaufen gehen, dann esse ich meinen heute sehr üppigen Znacht (Lachsauflauf). Da ich so wenige Fotos gemacht habe und das Tagebuch so kurz ist, bin ich bereits um 20:30 Uhr fertig damit.














