26.07.2026 Nottingham-Newcastle-upon-Tyne

Als ich aufwache, regnet es. Der Himmel ist mit schwarzen Regenwolken bedeckt. Ich fahre bereits um acht Uhr früh ab, denn heute ist die Strecke lang, fast 300 Kilometer. Einen kleinen Abstecher mache ich zum Sherwood Forest Visitor Centre in Edwinstowe. Doch dieses ist noch geschlossen. Ich fahre weiter. Von Zeit zu Zeit regnet es etwas. Heute hat es wieder wie gestern überfahrene Rehe auf der Strasse. Das Navi zwingt mich wieder einmal auf die Autobahn, die ich gleich wieder verlasse. In Yarm halte ich für ein schnelles Mittagessen vom Supermarkt. Dann geht es weiter. Vor Leeds stürmt es heftig. Immer noch regnet es nur sporadisch, trotz der vielen Regenwolken. 50km vor meinem Ziel fängt der Regen an, heftig zu werden. Ich muss anhalten und das Regenzeug anziehen. Die Weiterfahrt im strömenden Regen ist dann recht unangenehm. In Newcastle verpasse ich wegen einer Baustelle die richtige Einfahrt in die Stadt und muss einen riesigen Umweg machen. Im strömenden Regen und dementsprechend durchnässt komme ich an. Meine Unterkunft, das Budget Hostel, ist sehr einfach, doch der Besitzer, der im Parterre einen Laden hat, ist sehr hilfsbereit und verspricht mir, dass ich den Scooter über Nacht in den Laden stellen kann. Ich richte mich ein, kaufe noch ein Getränk und eine Dose Bohnen, dann laufe ich ins rund 1.6 Kilometer entfernte Stadtzentrum. Ich komme an der St. Dominics Church vorbei (unsicher, ob diese noch genutzt wird), an der modernen Northumbria University, der Christ Church und laufe dann zum Ufer des Tyne, um das Glasshouse International Centre for Music und die Millenium-Brücke besser zu sehen. Laufe etwas der Quayside entlang, bewundere die Swing Bridge und Tyne Bridge, dann laufe ich zur Burg hinauf. Daneben, auf der anderen Seite der Bahnbrücke, steht das Black Gate. Unterdessen ist für einen kurzen Moment die Sonne herausgekommen. Danach die Kathedrale, davor ein Queen-Victoria-Denkmal. Die nächste Sehenswürdigkeit ist das Grey’s Monument. Das Theatre Royal ist, wie in Nottingham, mit den LGBTQ-Fahnen geschmückt. Durch die Fussgängerzone laufe ich bis Haymarket, wo eine weitere Statue steht, das South African War Memorial, auch „Mucky Angel“ oder „Dirty Angel“ genannt. Ich komme noch bis St. Thomas‘ Church, dann muss ich den Rückweg antreten. Es geht wieder über die Autobahn, welche die Stadt in zwei Teile zerschneidet und über die Byker Bridge, wo man auf Ouseburn hinuntersieht. Laute Popmusik tönt von unten, offenbar gibt es in einer Szenenbeiz ein Konzert. Ich stelle den Scooter in den Laden und esse mein bescheidenes Nachtessen, nämlich einen Teil meiner Notration, den ich nicht mehr herumschleppen will.