Das Zimmer war super, aber meine Nacht war schlimm. Mitten in der Nacht schweres Magenbrennen und nichts, um dagegen zu halten. Am Morgen sind meine Sachen immer noch ziemlich feucht. Ich fahre früh in Aberdeen ab. Das Wetter ist heute wunderschön, die Sonne scheint. In Alford folge ich den Schildern „Grampian Transport Museum“. Da es noch nicht zehn Uhr ist, warte ich eine halbe Stunde und vertreibe mir die Zeit mit den Fahrzeugen vor dem Museum, die ebenfalls sehenswert sind. Lustig ist der Track-Tor, der „schnellste Traktor der Welt“ (rund 135 km/h), der „auf dem Acker unbrauchbar sei“. Drinnen ist der Craigievar Express von 1895 lustig, eine geniale Eigenkonstruktion eines Dampfwagens, die immer noch fahrtüchtig ist. Es hat einige historische Fahrzeuge, so z.B. einen MGA Twin Cam von 1959, oder einen Jaguar E-Type. Eine ganze Reihe von Autos stammt aus der englischen BBC-Serie „Top Gear“, unter anderem auch den „unzerstörbaren“ Toyota Hi-Lux. Mein nächster Halt ist bei Kildrummy Castle. Dieses wurde durch Kriege und Verwahrlosung fast vollständig zerstört. Nicht weit davon entfernt ist Glenbuchat Castle, das allerdings für Besuche geschlossen ist. Beim Spar und Post Office von Strathdon esse ich den wegen der anhaltenden Magenbeschwerden frugalen Zmittag: Zwei kleine Vollkornsemmeln. Es geht weiter, dem Fluss Don entlang. Mein nächster Halt ist bei Corgarff Castle. Es wirkt hervorragend erhalten, wurde aber offenbar wieder aufwändig instandgestellt, nachdem es verwahrlost war. Es geht durch die Highlands, zum Lecht Ski Centre, wo ein paar Skilifte und zwei Pistenbully stehen. Ab hier weht ein heftiger Sturm, so dass es manchmal schwierig ist, den Scooter zu halten. Auch hier wieder tote Rehe am Strassenrand, offenbar besteht keine Meldepflicht für Wildunfälle. Immer wieder regnet es. In Inverness muss ich noch Haferflocken und Milch kaufen und auftanken. Erst um fünf Uhr komme ich im „Black Isle Hostel“ an. Der Töff ist schlecht parkiert, ich muss mich beeilen. Sobald ich eingecheckt bin, lade ich das Gepäck ab, trage es ins Hostel, dann parkiere ich den Töff auf der gegenüberliegenden Strassenseite auf einen Veloparkplatz. Nun kann ich Inverness erkunden gehen: Victorian Market, Town House (Rathaus), Inverness Castle, St. Andrew’s Cathedral, River Ness, Eastgate Shopping Mall, Bahnhof, River Ness, Free North Church, Greig Street Bridge, Alexander Dunbar House. Es nieselt allerdings die ganze Zeit etwas. Das Hostel ist gut, die Schlafsäle geräumig.































