31.07.2026 Inverness-Orkney

Ich stehe kurz vor halb Sechs auf, da mich der Ischias quält. Rasch mache ich mich bereit und packe. Um halb sieben Uhr fahre ich ab. Das Wetter ist wunderschön, die Sonne scheint, doch es ist bitter kalt. Schon bald muss ich anhalten und die Daunenjacke anziehen. Lange Brücken gehen über die „Firths“ (Fjorde). Ich komme sehr zügig vorwärts. Ich halte beim Dunrobin Castle, das natürlich um diese frühe Stunde noch geschlossen ist. Ueber den Fenstern steht die Losung „Sans Peur“. Ein weiterer Stopp mache ich beim Loch Rangag. Danach ein grosses Feld mit Windgeneratoren. Beim Schild „Achanarras Quarry“ folge ich den Wegweisern und gelange zu einem Feld, auf dem angeblich viele Versteinerungen liegen sollen. Ich sehe nicht eine einzige. Viel zu früh gelange ich nach Thurso, wo ich im „Tesco“ noch etwas einkaufe und es dann in dem kleinen Park im Stadtzentrum verzehre. Als ich nach Scrabster komme, kann ich direkt ganz nach vorne fahren und schon bald kommt die Fähre. Zwei Traktoren warten auch auf die Fähre, sie sollen an einer Ausstellung gezeigt werden. Die Fahrt mit der Fähre ist angenehm, die See völlig ruhig. Den „Old Man of Hoy“ sehe ich, doch die Lichtverhältnisse sind schlecht, denn hier ist der Himmel ganz mit Regenwolken bedeckt. In Stromness fahre ich als zweiter von Bord. Ich stelle „Skara Brae“ auf meinem Navi ein und fahre direkt dorthin. Auf dem Weg regnet es einmal heftig, dann hört es aber wieder auf. In Skara Brae gibt es erst einen Film, dann eine Ausstellung. Draussen erst ein Nachbau von Haus Nr. 7, dann muss man etwa einen halben Kilometer laufen, bis man zum ausgegrabenen Steinzeitdorf gelangt. Der Zustand der Häuser ist einzigartig, alles ist sehr gut erhalten, natürlich nur diejenigen Elemente, die aus Stein sind. Es wurden 10 Häuser mit ihren steinernen Inneneinrichtungen ausgegraben. Nur die Dächer sind unterdessen vermodert. Weiter kann man noch das herrschaftliche Skaill House, die Bleibe des Entdeckers von Skara Brae, besichtigen. Mein nächster Besuch gilt den Cliffs of Yesnaby, schroffe, vom Meer erodierte Felsformationen. Schliesslich fahre ich noch nach Birsay, wo ich erst den Earl’s Palace, respektive die jämmerlichen Ueberreste davon, besichtige. Danach fahre ich bis zum Parkplatz des Brough of Birsay, das ist eine Insel. Jetzt ist Ebbe, so dass man auf Stegen hinüberlaufen kann. Auf der Insel hat es Fundamente einer Wikingersiedlung, sowie eines Klosters. Weiter hat es zuoberst auf dem schräg im Meer liegenden Felsen einen Leuchtturm, der von Robert Stevenson konstruiert wurde. Auf anderen Strassen wie ich gekommen bin, fahre ich zu meiner Unterkunft, den Housegarth Rooms. Zu meiner Freude sind das topmoderne Zimmer mit einer schönen Gemeinschaftsküche und Aufenthaltsraum. Zum Znacht nochmals Haferflocken mit Milch, damit sich meine Magen/Darmgeschichte auskurieren kann.