18.08.2026 Southampton-Battle-Rye-Dover

Um halb acht Uhr fahre ich in Southampton ab. Eine Zeitlang geht es über kleine Strassen, doch dann geht es auf eine vierspurige Schnellstrasse, auf der extrem gerast wird. Leider gibt es keine Alternative. Ich folge den Schildern Hastings und setze im Navi einen Zwischenstopp in Battle. Dort befindet sich das Kloster und das ehemalige Schlachtfeld der Schlacht von Hastings, in der die Franzosen die Engländer besiegten. Ich besuche das Kloster (gestiftet von William dem Eroberer), von dem noch einige Teile vorhanden sind. Von der Kirche sind nur noch die Fundamente der Krypta vorhanden, doch der Trakt mit den Schlafsälen ist oben zwar demoliert, doch die gotischen Gewölbe darunter sind noch vollständig erhalten. Der besterhaltene Teil, die grosse Halle des Abtes, wird heute von einer Schule belegt und ist der Oeffentlichkeit nur in seltenen Ausnahmen zugänglich. Ich umrunde das Schlachtfeld und muss feststellen, dass es schwieriges Territorium war. Es hat viele Erhebungen und Dellen, einige mit Wasser gefüllt, teilweise ist es bewaldet. Ein Teil hat einen ganz buckligen Boden. Nach der Besichtigung fahre ich weiter nach Rye. Ein wunderschönes Städtchen mit vielen Häusern aus der Tudor-Zeit. Ich besichtige das Rye Castle, das bis 1891 als Gefängnis gedient hat, weshalb die Türen nach wie vor mit Eisenrosten vergittert sind. Dann fahre ich weiter bis zum Battle of Britain Memorial. Es besteht unter anderem aus Replicas einer Supermarine Spitfire Mk I, einer Hawker Hurricane Mk I, beide aus Fiberglas, und einer abgestürzte Junkers Ju-87 B Stuka aus Edelstahl, sowie einer Namenstafeln der umgekommenen Piloten. Von hier aus hat man aber auch eine schöne Sicht auf die Klippen und den Kanal. Um halb fünf Uhr komme ich in Dover in meiner Unterkunft, dem Longfield Guest House in Dover, an. Es gibt einen privaten Parkplatz für meinen Scooter. Ich checke ein und laufe ins Zentrum des Städtchens. Dieses hat sich recht hübsch herausgeputzt, mit einer modernen Hauptstrasse, vielen kleinen Läden und einem Kunstwerk auf dem Market Square. Ich laufe noch bis an Marine Parade, dann kehre ich um. In einer Nebengasse esse ich einen hervorragenden „Barbecue Pulled Spud“, Kartoffeln mit Fleisch, Käse und Knoblauchbutter. Es wird langsam dunkel, so laufe ich zurück in meine Pension.