22.08.2026 Namur-Metz

Das Frühstücksbuffet in der Jugi von Namur ist phänomenal. Ich schlage mir den Bauch voll. Ein Velotourenfahrer aus Brest setzt sich zu mir, wir plaudern. Um 08:30 Uhr fahre ich ab. Das Wetter ist wunderschön, die Sonne scheint. Bis Dinant geht es der Meuse (Maas) entlang. Dort sehe ich das Fort in der Höhe und kehre sofort um und fahre hinauf. Ich muss noch etwas warten, bis es öffnet. Die Besichtigung ist sehr enttäuschend. Es gibt wenig zu sehen, ein einziger Gang im Fels mit etwas Informationen zur Vernichtung von Dinant im ersten Weltkrieg. Die einzelnen Kavernen sind mit zeitgenössischem Dekor aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg versehen. Ein einer Kaverne gibt es einen nachgebildeten Schützengraben aus dem ersten Weltkrieg, inklusive einem, der aufgrund des Bombardements eine schräge Unterlage erhalten hat. Vor mir kämpft eine 83-jährige Frau mit den Treppen. Es gibt noch eine Waffenausstellung, für mich wenig interessant. Oben beim Eingang ist eine Gloster Meteor Mk VIII aufgestellt worden. Ich fahre weiter, komme am Châuteau de Jemeppe vorbei, gelange auf die A6. Bis Martelange geht alles gut, ich kann sausen lassen. In Martelange steht ein Wagen mit der Leuchtschrift, dass die A6 geschlossen sei. Ich will es besonders schlau machen und umfahre die A6, doch nach dem Dorf komme ich an die Sperrung. Es gibt keine Umfahrungsmöglichkeit. Alternativen sind auch keine ausgeschildert. Ich fahre ins Dorf zurück, studiere nochmals das Navi und wähle die viel längere Variante durch Luxemburg. Immerhin, jetzt muss ich nicht mehr auf einer zum Teil vierspurigen Schnellstrasse fahren, sondern über kleinste Strässchen, in jedem Dorf einmal abbiegen, durch das schöne und sichtbar sehr wohlhabende Luxemburg. Die Stadt Luxemburg streife ich nur am Rande. In Düdelingen tanke ich nochmals günstig auf, dann kommt die Grenze nach Frankreich. Bei der Maginot-Befestigung Immerhof in Hettange-Grande halte ich, doch heute ist die Festung zu. Um halb fünf Uhr komme ich in Metz an, wo ich wieder einmal das an einem unmöglichen Ort gelegene, aber günstige Hotel F1 gebucht habe – es liegt zwischen Autobahn und Eisenbahn, allerdings in Laufdistanz zum Zentrum. Erst laufe ich zum Aldi und kaufe etwas zum Abendessen, dann laufe ich ins Stadtzentrum und besichtige: Der übriggebliebene Turm der Garnisonskirche, den Place de la Comédie, die Kathedrale (bereits zu), den Place Jean-Paul II, den Marché Couvert (ein eindrucksvolles historistisches Gebäude), die dekorierte En Fournirue Strasse, die anders dekorierte Rue Taison, die Place St. Jacques, das grösstenteils unterirdische Shopping-Center St. Jacques, den Seidenpalast (ehemals Fa. Salomon Frères), die Rue des Roches, den Temple Neuf (protestantische Kirche), dahinter die Ausstellung „Prismatica“ mit drehbaren Prismen, die den Platz in farbige Lichtstrahlen tauchen. Den Rückweg finde ich auch ohne Google Maps.